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Thurgauer Bauern öffnen die Hoftüren

Immer mehr Thurgauer Bauern melden sich für die schweizweite Aktion Stallvisite an. Spaziergänger dürfen die teilnehmenden Höfe besichtigen. Daraus sollen wertvolle Gespräche entstehen.
Larissa Flammer
Bei teilnehmenden Höfen dürfen Spaziergänger den Stall betreten, wenn sie sich an die Hofregeln halten. (Bild: Andrea Stalder)

Bei teilnehmenden Höfen dürfen Spaziergänger den Stall betreten, wenn sie sich an die Hofregeln halten. (Bild: Andrea Stalder)

Woher Milch kommt, wissen Thurgauer Kinder vermutlich besser als ihre Stadtzürcher Altersgenossen. Doch ein Besuch auf dem Bauernhof ist allemal interessant – und bietet auch den Landwirten eine Chance. Über 20 Thurgauer Bauernhöfe sind bereits bei der gesamtschweizerischen Aktion Stallvisite registriert.

Diese gibt es schon länger, sie war aber lange nur auf Milchkühe ausgerichtet. «Ich selber habe mich stark für die Idee eingesetzt, uns zu öffnen», sagt Daniel Thür, Leiter Kommunikation beim Verband Thurgauer Landwirtschaft. Denn neben den Kühen gebe es ja noch andere Hoftiere. Deshalb sei auch das Logo der Stallvisite angepasst worden. Statt nur eine Kuh begrüssen jetzt auch ein Rind, eine Ziege, ein Schaf, ein Schwein und ein Huhn die Besucher. «Bereits jetzt sind auch Hühnerställe bei der Stallvisite dabei. Dort kann man zwar nicht einfach rein, doch grosse Fensterfronten geben einen Einblick», sagt Thür.

Jeder Bauer legt eigene Stallregeln fest

Immer mehr Thurgauer Landwirte nehmen die Gelegenheit wahr, mit der Bevölkerung auf einer anderen Ebene in Kontakt zu treten. «Jede Woche kommt ein neuer Bauernhof dazu.» Auf der Webseite der Stallvisite sind die teilnehmenden Betriebe mit ihren Eckdaten verzeichnet, der Verband Thurgauer Landwirtschaft unterstützt die eigenen Bauern. Daniel Thür sagt: «Wir helfen bei Fragen und bringen die Unterlagen vorbei: Formulare für geplante Wettbewerbe, die Stallregeln, die jeder Landwirt selber anpassen kann, und die Fahne.»

«Es geht uns darum, bei der Bevölkerung Vertrauen herzustellen.»
Daniel Thür Leiter Kommunikation Verband Thurgauer Landwirtschaft

Hängt das Banner der Stallvisite bei einem Hof, darf man die Ställe betreten. Auf Tafeln kommuniziert jeder Betrieb die eigenen Öffnungszeiten und Stallregeln. Denn die Aktion funktioniert nur, wenn die Besucher Respekt, Verständnis und Toleranz mitbringen sowie Vorsicht walten lassen. «Wir beraten unsere Bauern auch, denn sie müssen sich versicherungstechnisch absichern.» Haben beispielsweise Mutterkühe in einem Laufstall junge Kälber bei sich, ist es sicherer, den Stall für eine Zeit zu schliessen.

Die Landwirte bieten auf ihren Höfen kein Programm, dafür gibt es die «Schule auf dem Bauernhof». «Es ist nicht gedacht, dass eine Mutter am Mittwochnachmittag ihre Kinder bei einem Bauernhof absetzt und sagt, sie komme sie in ein paar Stunden wieder abholen», betont Thür. Das sei schon passiert.

«Die Botschaft lautet: Wir schauen gut zu den Tieren»

Ist die Bauernfamilie gerade auf dem Hof, wenn Besucher kommen, und kann sich Zeit nehmen, beantwortet sie Fragen zum Betrieb und den Tieren. «Viele Landwirte schätzen dieses Gespräch mit der Bevölkerung.» In erster Linie gehe es darum, die Landwirtschaft zu zeigen und auch Vertrauen herzustellen. «Unsere Botschaft lautet: Wir schauen gut zu unseren Tieren.» Bedenken gebe es bei den Bauern keine gegen das Angebot. Thür sagt: «Es gibt ja auch kaum Aufwand, da kommen nicht zwei Cars mit 80 Leuten auf einmal.» Bei schönem Wetter würden vielleicht mal mehr Spaziergänger vorbeischauen, im Winter dafür fast keine.

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