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Bei ihr steht niemand im Abseits: Das Sportbeizli des FC Frauenfeld hat in Julia Jenzer eine neue Wirtin gefunden

Von der gutbürgerlichen Gastronomie auf den Fussballplatz: Julia Jenzer ist neue FCF-Sportbeizli-Wirtin. Obwohl sie es bisher nicht so mit dem Fussball hatte.
Mathias Frei
Schon voll im Element: Gastgeberin Julia Jenzer am Eröffnungs-Apéro des FCF-Sportbeizli am Mittwochabend. Bild: Reto Martin

Schon voll im Element: Gastgeberin Julia Jenzer am Eröffnungs-Apéro des FCF-Sportbeizli am Mittwochabend. Bild: Reto Martin

Nein, sie sei nicht so die Fussballverrückte, gibt Julia Jenzer unumwunden zu.

«Aber mein Mann dafür umso mehr.»

Einen Lieblings-Fussballclub hatte sie bislang nicht. Wie auch, könnte man etwas böse fragen, ist die 42-Jährige doch im Kanton Aargau aufgewachsen. Bald nach der Kochlehre zog es sie in den Thurgau, wo sie in einem Betrieb in Gottlieben kochte – und wo sie auch ihren heutigen Ehemann Xhevat Ademi kennen und lieben lernte. Seit 16 Jahren lebt Familie Jenzer-Ademi in Frauenfeld. Die Mutter von drei Töchtern kochte in Häusern wie dem «Blumenstein» oder dem «Goldenen Kreuz».

Markus Frei, Präsident FC Frauenfeld. (Bild: FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

Markus Frei, Präsident FC Frauenfeld. (Bild: FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

Die Kleine Allmend kannte sie lange nur vom Hörensagen. Ihr Mann war viele Jahre Trainer beim FC Frauenfeld – bis diesen Sommer. Nun ist familienintern Stabübergabe. Julia Jenzer ist die neue Wirtin des FCF-Sportbeizli auf dem Sportplatz. Sie übernimmt den kleinen Gastrobetrieb von Nuno Seixas, der das Beizli neun Jahre lang führte. Am Mittwoch lud sie zum Eröffnungs-Apéro. Heute hat die erste Mannschaft ein Heimspiel, Jenzers erster Match im neuen Amt und ihr zweites Fussballspiel überhaupt. Ihr erster Matchbesuch fand in Stuttgart statt. Der VfB spielte gegen Bayern München, das Lieblingsteam ihres Ehemanns.

«Das Abschiedsgeschenk meiner Arbeitskollegen, als ich im ‹Goldenen Kreuz› aufhörte.»

Spät in der Nacht nach einer FCF-Sitzung

Als die jüngste Tochter vor sieben Jahren auf die Welt kam, hing Julia Jenzer den Kochberuf an den Nagel. Das Herzblut für die Gastronomie blieb. «Nach einer FCF-Sitzung kam mein Mann spätnachts nach Hause und erzählte mir von der Suche nach einem neuen Wirt fürs Sportbeizli.» Da wusste Jenzer, dass sie das probieren wollte.

FC Frauenfeld (in Rot) gegen FC Amriswil auf dem Sportplatz Kleine Allmend, Frauenfeld am Samstag, 30. März 2019. (Bild: FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

FC Frauenfeld (in Rot) gegen FC Amriswil auf dem Sportplatz Kleine Allmend, Frauenfeld am Samstag, 30. März 2019. (Bild: FOTO GACCIOLI KREUZLINGEN)

Als Köchin spielte Julia Jenzer früher in der gehobenen Gutbürgerlich-Liga. Ideen hat sie auch fürs Sportbeizli mit direktem Blick aufs Spielfeld.

«Obwohl die Küchenausstattung hier natürlich sehr beschränkt sind.»

Nebst Feinem vom Grill – Würste und Schnitzelbrot – denkt Jenzer zum Beispiel an ein einfaches Tagesangebot. «Am einen Tag eine Gerstensuppe, am anderen Wurst-Käse-Salat.» Auf Voranmeldung sei auch mehr möglich. Zum Beispiel als Jenzer vor der Sommerpause erstmals im Sportbeizli gewirkt und für 80 Personen ein Spaghetti-Buffet organisiert hat. Zudem hat sie das Getränkesortiment erweitert, infolge des Wechsels von Coca-Cola-Produkten zu Ramseier, Elmer Citro und Sinalco.

Daneben plant die neue Wirtin, Champions-League-Spiele auf dem Grossbildschirm zu zeigen. Wenn die Schweizer Nati spiele, EM oder WM sei, laufe daheim ja auch oft der Fernseher. Dass sie jetzt endlich einen Lieblingsverein ist klar: den FCF. Beim Einrichten seien auch schon Spieler der ersten Mannschaft vorbeigekommen.

«Das sind alles nette Burschen.»

Julia Jenzer fühlt sich schon sichtlich wohl als Gastgeberin der grossen FCF-Familie. Oft wird ihr auch ihr Ehemann unter die Arme greifen. Und die älteste Tochter (15) werde ab und zu mithelfen und sich so ihr Sackgeld aufbessern. «Das Sportbeizli wird Teil meiner Familie werden.»

Öffnungszeiten des FCF-Sportbeizli: Mi bis Fr, ab 18 Uhr; Sa und So, ganztags.

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