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Bei Frauenfeld eröffnet der erste Wakeboard-Lift der Ostschweiz

Im Naturbad des Schlosses Kefikon können Wassersportler neuerdings Wakeboarden. Mit einem Lift können sie sich übers Wasser ziehen lassen. Die Idee zu dieser Seltenheit in der Schweiz stammt von Schlosseigentümer Manfred Meyer.
David Grob
Ein Wakeboarder schiesst am Lift durchs Kefiker Naturbad. (Bilder: Reto Martin)

Ein Wakeboarder schiesst am Lift durchs Kefiker Naturbad. (Bilder: Reto Martin)

München hat die stehende Welle im Eisbach des englischen Gartens, Zürich eine stehende Welle auf dem Geroldsareal, Kefikon eine Wakeboard-Anlage in seiner Badi. Was unglaubwürdig klingt, ist seit knapp zwei Wochen Realität. «Das 100-Meter-Becken des Naturbads in Kefikon bietet mit seinen Ausmassen ideale Bedingungen für eine Anlage dieser Art», meint der Initiator Manfred Meyer, der Besitzer des Schlosses Kefikon und des Lifts. Damit sei die Region Frauenfeld um eine Attraktion reicher.

In nur einer Woche errichtet

Der Wakeboard-Lift besteht aus je zwei Metallmasten am Ende des Beckens, zwischen denen ein Seilzug gespannt ist. An diesem befindet sich das Seil, an welchem sich die Wakeboarder über die Wasseroberfläche ziehen lassen können. Zwei Hindernisse – eine Schanze und eine Rail, ein längliches Hindernis – bieten Wakeboardern zusätzliche Abwechslung. Der Wakeboard-Lift im zürcherischen Teil Kefikons ist damit eine der wenigen stationären Anlagen in der Schweiz. Nebst dem seit mehreren Jahren bestehenden Wakeboard-Lift in Estavayer-le-Lac und einer Anlage im Schalisee bei Zermatt ist der Lift in Kefikon der einzige stationäre Lift. «Unsere Anlage soll sicher eine Saison lang stehen, danach schauen wir weiter», sagt Manfred Meyer.

Manfred Meyer ist denn auch der Kopf, der hinter dem Projekt steht. «Die Badi Kefikon wird seit Jahren nur bescheiden genutzt. Ich wünschte mir eine intensivere Nutzung und will unseren Gästen mehr bieten», erklärt Meyer die Entstehung seiner Idee. Bereits seit drei Jahren trägt er die Idee mit sich, ehe das Projekt in diesem Frühjahr konkretere Züge angenommen hat. In rund einer Woche wurde die Anlage errichtet und seither getestet. «Da unser Lift auf einem privaten Grundstück liegt, haben wir den Vorteil, dass wir sie länger stehen lassen können», beschreibt Meyer den Unterschied zu anderen Projekten. Der 72-Jährige ist in jüngeren Jahren selbst Wasserski gefahren und hat damit einen Bezug zu der moderneren Variante Wakeboarding.

25 Franken für eine Viertelstunde

Für 25 Franken können Wassersportler die Anlage für eine Viertelstunde nutzen. Baden ist im Naturbad weiterhin möglich. Aus Sicherheitsgründen aber nur, wenn der Lift nicht benutzt wird. Neben der Hauptattraktion liess Meyer ausserdem eine Schirmbar errichten, um den Gästen einen Ort der Erholung zu bieten. Die Schirmbar stand zuvor beim Hotel Metropol in Arbon, welches bereits seit Herbst 2016 geschlossen ist. Die Schirmbar war kaum genutzt worden und musste deshalb renoviert werden.

Am Samstag wird die Anlage ab 10 Uhr eingeweiht. Um jeweils 15 und 19 Uhr führt der argentinische Wakeboard-Profi Fede Bruland, in einer Show die Möglichkeiten des Sports vor.

Flug über die Schanze im Naturbad Kefikon.

Flug über die Schanze im Naturbad Kefikon.

Wissensvermittlung durch eigene Erfahrungen

Im Mittelalter zum ersten Mal erwähnt, gehörte das Schloss Kefikon bis 1798 sowohl zur Landgrafschaft Thurgau als auch zur Landgrafschaft Kyburg. Die doppelte Zugehörigkeit zeigt sich bis heute in den Kantonsgrenzen. So gehört das Schloss zum Kanton Thurgau, während das Naturbad im Kanton Zürich liegt. 1906 gelangte das Schloss in den Besitz des damaligen thurgauischen Schulinspektor August Bach, der seine eigenen Schule mit dem Landerziehungsheim darin unterbrachte. Wissen wurde anfangs 20. Jahrhunderts mit Überwachen und Strafe vermittelt. Bach versuchte mit dem reformpädagogischen Ansatz stärker die Neugier und die eigene Motivation der Schüler stärker zu wecken. Schüler sollten durch eigenes Erleben und Erfahren Verständnis und Wissen gewinnen. Mit Manfred Meyer ist bereits die dritte Generation im Verwaltungsrat des Schlosses. (dar)

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