Bei der Raiffeisen Untersee-Rhein herrscht trotz einer Absage eitel Sonnenschein

Das Geschäftsjahr 2019 bleibt der Regionalbank in positiver Erinnerung.

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Blick auf den Untersee Richtung Stein am Rhein.

Blick auf den Untersee Richtung Stein am Rhein.

(Bild: Christian Müller)

(red) Die Raiffeisenbank Untersee-Rhein hat ihre Position im Kundengeschäft trotz des anhaltenden Tiefzinsumfelds und einer anspruchsvollen Konkurrenzsituation weiter ausgebaut. Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen stiegen um 3,2 Prozent auf 489,1 Millionen Franken. In einer schriftlichen Mitteilung der Bankleitung heisst es:

«Diese Entwicklung widerspiegelt das Vertrauen der Kundinnen und Kunden.»

Insgesamt realisierte die Bank im Geschäftsjahr 2019 dank einer leichten Kostensenkung um 0,7 Prozent und dank ihrer Geschäftspolitik einen Jahresgewinn von 0,94 Millionen.

Erfreuliches Jahresergebnis und starkes Eigenkapital

Das Hypothekargeschäft sei im Geschäftsjahr 2019 weiter gewachsen. Das Hypothekarvolumen erhöhte sich um 2 Prozent auf 509,3 Millionen Franken. Die Raiffeisenbank konnte so ihre Position im Hypothekargeschäft halten.

«Eine sorgfältige Risiko- und Bonitätsprüfung stellt die sehr hohe Qualität der Portfolios sicher.»
Cornelius Keller, Vorsitzender der Bankleitung Raiffeisen Untersee-Rhein.

Cornelius Keller, Vorsitzender der Bankleitung Raiffeisen Untersee-Rhein.

(Bild: PD)

Das teilt die Regionalbank weiter mit. Das hartnäckig anhaltende Tiefzins-Umfeld drücke auf die Erträge aus dem wichtigsten Ertragspfeiler der Bank, dem Zinsgeschäft. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsgeschäft sank um 3,8 Prozent auf 5,53 Millionen Franken. Der Geschäftsaufwand im Berichtsjahr ist gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert bei 4,08 Millionen Franken geblieben. Der Sachaufwand ist mit 1,53 Millionen praktisch auf Vorjahreshöhe (-2,6 Prozent) geblieben. Die Cost-Income-Ratio liege weiterhin auf dem guten Niveau von 55,5 Prozent.

Generalversammlung fällt Corona zum Opfer

Das neue Kernbankensystem sei bei der Raiffeisenbank Untersee-Rhein erfolgreich im Einsatz. Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte erstmals eine ordentliche jährliche Abschreibung. Dadurch stiegen die Abschreibungen auf den Sachanlagen um 28,4 Prozent auf 0,47 Millionen Franken. Dank der positiven Ertragslage konnte die Bank im Berichtsjahr einen Jahresgewinn von 0,94 Millionen Franken (+1,5 Prozent) erwirtschaften. Davon wird ein grosser Teil dem Eigenkapital zugewiesen. Trotz positivem Ergebnis hat der Verwaltungsrat der Raiffeisen Untersee-Rhein beschlossen, die Generalversammlung aufgrund der aktuellen Situation rund um das Corona-Virus auf einen unbestimmten Zeitpunkt zu verschieben.

«Damit möchte der Verwaltungsrat seiner Sorgfaltspflicht nachkommen und keine unnötigen Risiken für die Genossenschafterinnen und Genossenschafter sowie die Belegschaft eingehen.»

Das teilt die Bank mit. Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter werden über das weitere Vorgehen persönlich informiert.

Die Raiffeisenbank Untersee-Rhein Genossenschaft wurde 1921 gegründet und hat sich zu einer wichtigen Finanzdienstleisterin in der Region entwickelt. In den drei Bankfilialen in Steckborn, Eschenz und Diessenhofen arbeiten gesamthaft 20 Mitarbeitende, zwei davon sind in Ausbildung. Die Bank weist eine Bilanzsumme von rund 623 Millionen aus und zählt über 10000 Personen zu ihrer Kundschaft. Davon sind 6103 als Genossenschafter Mitbesitzer der Bank. 

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