In der Primarschulgemeinde Homburg steigt der Steuerfuss stark an

Die Schulgemeinde Homburg sagt hauchdünn Ja zu einem deutlich höheren Steuerfuss. Er erhöht sich von 64 auf 74 Prozent, um den Auswirkungen des Beitragsgesetzes entgegen zu treten.

Manuela Olgiati
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Schulpräsident Daniel Bühr (am Mikrofon) führt durch die Schulgemeindeversammlung.

Schulpräsident Daniel Bühr (am Mikrofon) führt durch die Schulgemeindeversammlung.

Bild: Manuela Olgiati

BNicht nur über die Finanzen diskutierte die Primarschulgemeinde Homburg am Mittwochabend in der Mehrzweckhalle Hörhausen, sondern auch über Schulstandorte. «Ein grosser Teil der Kosten der beiden Mehrzweckhallen in Hörstetten und Hörhausen belasten die Rechnung mit rund 250'000 Franken», sagte Schulpräsident Daniel Bühr. Das entspreche mehreren Steuerprozenten.

Anwesende sind ausgerüstet mit Schutzmasken

Genau um Steuern drehte sich der Kern der Versammlung mit 75 Schulbürgern – alle ausgerüstet mit Schutzmaske. Das neue Beitragsgesetz, das Martin Schläpfer vom Amt für Volksschule vorstellte, führt zu einer Entlastung von finanzstarken Schulgemeinden. In finanzschwachen hingegen führt es zu einer Reduktion von Beiträgen. In Homburg beträgt diese Reduktion 4,6 Steuerprozente. Bühr sagte:

Daniel Bühr, Präsident Primarschule Homburg.

Daniel Bühr, Präsident Primarschule Homburg.

Bild: PD
«Eine Erhöhung des Steuerfusses ist unumgänglich.»

Das bedeutet einen um zehn Prozent höheren Steuerfuss, von bisher 64 auf neu 74 Prozent. Die Schule Homburg würde bei gleichbleibendem Steuerfuss, so Bühr, immer mehr ins Minus fallen. Ein Schulbürger zeigte sich schockiert über diesen drastischen Anstieg. Ein anderer Votant bemerkte, dass die Behörde den Steuerfuss trotz Schulhausneubau bisher nicht angehoben hatte. Die Behörde wurde aber auch von steigenden Schülerzahlen überrascht.

Verlust von rund 170'000 Franken

Die Rechnung 2019 schliesst bei einem Aufwand von 2,47 Millionen mit einem Verlust von 170'390 Franken ab. Einstimmig hiessen die Schulbürger sie gut, weshalb der Verlust dem Eigenkapital belastet wird. Hauchdünn mit 34 Ja- zu 32 Nein-Stimmen und neun Enthaltungen genehmigten sie das Budget 2021 – mit höherem Steuerfuss.

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