Bei der Parkplatzsuche beim Kantonsspital Frauenfeld und im Kurzdorf haben Anwohner schon bald Vorrang gegenüber Pendlern

Die Stadt Frauenfeld führt auf Ende zwei weitere Gebiete mit Quartierbewohner-Parkkarten ein. Nach dem Versuch vor fünf Jahren hat sich die Parkierregime bewährt. Pendler können ihre Fahrzeuge nicht mehr stundenlang in Quartieren abstellen.

Mathias Frei
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Beschilderung der Anwohnerparkierzone im Kurzdorf am Anfang der Kurzfeldstrasse.

Beschilderung der Anwohnerparkierzone im Kurzdorf am Anfang der Kurzfeldstrasse.

(Bild: Mathias Frei)

Am Anfang war es im Sommer 2015 ein Versuch im Kurzdorf westlich der Rheinstrasse. Das Parkierregime hat sich bewährt. Mittlerweile gibt es auch im Ergaten und im Mühletöbeli Zonen, wo man nur maximal zwei Stunden parkieren darf. Ausser man hat eine Anwohnerparkbewilligung. Kürzlich lief die öffentliche Auflage ab für zwei weitere Gebiete, in denen die Stadt diese Parkieranordnung auch einführen will. Es sind dies zum einen unterhalb des Spitals die Obstgartenstrasse, die General-Weber-Strasse sowie die Broteggstrasse, zum anderen im östlichen Kurzdorf die St.Johannstrasse, die Schmidgasse, die Gaswerkstrasse und der Mühlewiesenweg. Wie es vom städtischen Amt für Tiefbau und Verkehr heisst, gingen im Rahmen der Auflage keine Einsprachen ein. Oberbauleiter Beat Luchsinger rechnet damit, dass die Umsetzung bis Ende Jahr über die Bühne geht.

In den Quartieren den Pendlern Kampf angesagt

Hintergrund der Anwohnerparkbewilligungen ist, dass Pendler in den Quartieren oftmals Gratis-Parkplätze ganztags besetzten. Das führte dazu, dass Anwohner keinen Abstellplatz mehr fanden für ihr Fahrzeug. Quartierbewohner können deshalb für 30 Franken jährlich eine Zonenparkkarte erwerben. Das gilt auch für Firmen, die ihren Sitz im entsprechenden Gebiet haben. Für alle anderen Parkierer gilt eine Zeitbeschränkung (zwei Stunden). Wie Luchsinger sagt, zeige sich die positive Wirkung dieser Massnahmen in den Monitorings der Stadt. Ein anderer Aspekt, auf den die Stadt in Zukunft ein Augenmerk richten will, sind gemäss Luchsinger ausgewiesene Motorradparkplätze.

«Vor allem im Zentrum besteht ein Bedürfnis.»

So sollen beim Lindenplatz, auf der Promenade, auf dem Parkplatz Gaswerk-/Eisenwerkstrasse sowie auf dem hinteren Badiparkplatz insgesamt elf solche Abstellplätze geschaffen werden.

Tempo 30 auf einer Strasse.

Tempo 30 auf einer Strasse.

(Bild: Kenneth Nars / BLZ)

Ebenfalls lagen kürzlich zwei Tempo-30-Zonen öffentlich auf. Das betrifft einerseits den Bahnhofplatz, die Grabenstrasse, den Kasernenplatz, die Oberstadtstrasse und den Unteren Graben, andererseits das Spannerquartier, also die Algisserstrasse, Hohenzornstrasse, Staubeggstrasse, Schulstrasse und Spannerstrasse. Auch hier gingen keine Einsprachen ein. Inkrafttreten ist voraussichtlich diesen November.