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Behindertenfreundliches Bauen: Frauenfeld hält sich ans Gesetz

Der Stadtrat hat einen Vorstoss von SVP-Gemeinderat Kurt Sieber zum Thema des hindernisfreien Bauens beantwortet.
Mathias Frei
Ein Rollstuhlfahrer im Alltag. (Bild: Fotolia)

Ein Rollstuhlfahrer im Alltag. (Bild: Fotolia)

SVP-Gemeinderat Kurt Sieber hat sich im Rahmen einer Einfachen Anfrage nach der Haltung der Stadt betreffend Behindertenfreundlichkeit und entsprechender Infrastruktur in Frauenfeld erkundigt. In der Beantwortung des Vorstosses verweist der Stadtrat auf das Behindertengleichstellungsgesetz, das «grundsätzlich für alle öffentlich zugänglichen Bauten und Anlagen sowie für die öffentlich zugänglichen Einrichtungen des öffentlichen Verkehrs» gilt.

SVP-Gemeinderat Kurt Sieber. (Bild: Donato Caspari)

SVP-Gemeinderat Kurt Sieber. (Bild: Donato Caspari)

So gibt es eine Norm «Hindernisfreie Bauten», die für öffentlich zugängliche Gebäude, Wohnbauten und solche mit Arbeitsplätzen einzuhalten ist. Daneben besteht auch eine Norm «Hindernisfreier Verkehrsraum» für Verkehrsanlagen. «In den Normen wird unterschieden zwischen Anforderungen, welche eingehalten werden müssen und solchen, welche nach Möglichkeit zu erfüllen sind», schreibt der Stadtrat.

Mittelinsel am Murgplatz ist korrekt umgesetzt

Sieber hat mit der neuen Mittelinsel am Murgplatz-Kreisel ein vermeintliches Negativbeispiel entdeckt. «Gerade bei Mittelinseln muss einerseits den Anforderungen von Menschen mit Rollatoren wie auch den Rollstuhlfahrenden, aber auch Menschen mit einer Sehbehinderung Rechnung getragen werden», entgegnet der Stadtrat. Die Vorgaben seien in diesem Fall korrekt umgesetzt worden. Der Absatz misst an der besagten Stelle drei Zentimeter, bei einem schräg gestellten Stein vier Zentimeter.

Ein Behindertenparkplatz auf dem Unteren Mätteli in Frauenfeld. (Bild: Nana do Carmo)

Ein Behindertenparkplatz auf dem Unteren Mätteli in Frauenfeld. (Bild: Nana do Carmo)

Taktil-visuelle Orientierungshilfe für Sehbehinderte gibt es auf dem Bahnhofsareal und im Bereich des Kantonsspitals. Aber ein stadtüberspannendes Netz solcher Massnahmen wäre «sehr aufwendig», urteilt der Stadtrat. Vielmehr würden diese Orientierungshilfen «aufgrund effektiver Bedürfnisse» von Einwohnern umgesetzt.

Die Stadt besitzt respektive ist an insgesamt zehn WC-Anlagen beteiligt: Bahnhof SBB, Bahnhof Marktplatz, Oberes Mätteli, Hauptpost, Murg-Auen-Park, Schaffhauserplatz, Pumptrack-Anlage sowie bei den Spielplätzen Wellhauserweg, Burgerholz und Haselweg. Alle Anlagen mit Ausnahme der Spielplätze Wellhauserweg und Burgerholz sind rollstuhlgängig. Burgerholz soll kommendes Jahr behindertengerecht umgebaut werden. Ein Euroschlüssel-System besteht nicht. Jedoch sind die Anlagen am Bahnhof, auf dem Oberen Mätteli und in der Hauptpost 24 Stunden zugänglich. Zudem verfügen auch alle städtischen Anlagen über behindertengerechte Toiletten. (ma)

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