BDP Thurgau will Unfälle auf Fussgängerstreifen verhindern

Die Thurgauer BDP tritt nur in zwei von fünf Bezirken zu den Grossratswahlen an. Doch die politischen Ideen gehen der Mittepartei nicht aus. 

Manuela Olgiati
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Roland A. Huber, Kantonalpräsident Jürg Schumacher, Gabriel Herzog und Andreas Guhl in Weinfelden.

Roland A. Huber, Kantonalpräsident Jürg Schumacher, Gabriel Herzog und Andreas Guhl in Weinfelden.

(Bild: Manuela Olgiati)


«Die BDP braucht es als Mittepartei in der Sachpolitik», sagt Kantonalpräsident Jürg Schumacher. Offen und ohne Vorurteile wollen die Parteimitglieder ihre begonnenen Arbeiten voranbringen. An der Jahresmedienkonferenz im Restaurant zum Eigenhof in Weinfelden stellten vier Parteivertreter die aktuellen Themen der BDP Thurgau vor.

Die BDP trete zwar wegen Mangel an Kandidaten nur noch in zwei der fünf Bezirken zu den Grossratswahlen an. Dafür sei das Interesse mit 16 Kandidaten in Frauenfeld sowie mit acht Kandidaten im Bezirk Weinfelden grösser «als je zuvor», sagt Schumacher.

Im Bezirk Weinfelden kandidiert Andreas Guhl aus Oppikon für eine dritte Legislatur, im Bezirk Frauenfeld will Roland A. Huber aus Frauenfeld die Wiederwahl schaffen. Huber steht der GFK-Subkommission des DEK vor und spricht von einem vertieften Einblick in das Bildungswesen. «Die Kommunikation an Volksschulgemeinden, besonders zwischen Schulbehörden, Schulleitungen, Lehrpersonen und Eltern muss optimiert werden», sagt Huber.

Sparmassnahmen würden gemäss Huber auf Kosten der Bildung gehen. Hohe Priorität setzt die Partei in einen gesunden Finanzhaushalt. Sorge bereite der BDP der weitere Anstieg von rund zehn Prozent an Pflegebeiträgen. Aus demografischen Gründen würde die Anzahl von Pflegefällen in den nächsten Jahren weiter um rund vier Prozent zunehmen.

Problem Zebrastreifen erkennen

Kantonsrat Andreas Guhl spricht von zu vielen Unfällen auf Fussgängerstreifen. Der BDP sei es ein Anliegen, diese zu verhindern und will das Ganze gemeinsam mit den Gemeinden und dem Kanton angehen, Problemstellen zu erkennen und beheben. Die Statistik der Kantonspolizei des Jahres 2018 zeigte im Thurgau 58 Unfälle mit Fussgängern, die schwer verletzt wurden. Nur in elf Fällen sei der Fussgänger selbst Hauptverursacher gewesen.

Für Vizepräsident Gabriel Herzog ist die Ökologie und eine höhere Siedlungsqualität im urbanen Raum wichtig. Der Umweltingenieur spricht von den klimatischen Veränderungen und einer hohen Hitzedichte in den Sommermonaten. Freiwillige Anreize könnten mit Flachdachbegrünungen geschaffen werden. Anpassungen seien in der Raumplanung und im Baureglement möglich. Mit Hitzeinseln, wie in der Stadt Zürich, könnten unangenehme Folgen abgefedert werden.

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