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BBZ Arenenberg: Neues Gewächshaus bezogen

Vor rund zehn Jahren begann die Diskussion um einen Neubau für die Schul- und Versuchsgärtnerei auf dem Arenenberg. In diesen Tagen konnte das neue Gewächshaus fertiggestellt werden.
Christian Kamm
Das neue Domizil der Arenenberger Schul- und Versuchsgärtnerei: Rechts Kantonsbaumeister Erol Doguoglu, daneben Daniel Brogle, Leiter Gärtnerei. (Bild: Reto Martin)

Das neue Domizil der Arenenberger Schul- und Versuchsgärtnerei: Rechts Kantonsbaumeister Erol Doguoglu, daneben Daniel Brogle, Leiter Gärtnerei. (Bild: Reto Martin)

Das Gärtnern hat auf dem Arenenberg eine lange Tradition. «Der erste Bericht stammt aus dem Jahr 1503», sagte Daniel Brogle gestern an einer Führung durch den Neubau. Brogle ist Leiter der Gärtnerei im Bildungs- und Beratungszentrum BBZ Arenenberg. Wahrscheinlich sei im Mittelalter in der Nähe des Schlosses gegärtnert worden.

Ganz so alt war das Gebäude nicht, das dem jetzt bezogenen Neubau weichen musste. Abgebrochen wurden Bauten aus dem Jahr 1969. An ihrer Stelle ist in einjähriger Bauzeit ein Gewächshaus von 20 auf 40 Meter Grösse hochgezogen worden, das sich auf dem neuesten Stand befindet.

45 Prozent weniger Energieverbrauch

Allein die Energiebilanz macht deutlich, was sich in den letzten Jahrzehnten technologisch auf diesem Gebiet getan hat. Der Neubau braucht zum Beispiel 45 Prozent weniger Energie als sein Vorgänger. Entstanden ist laut Kantonsbaumeiter Erol Doguoglu ein hoch technisiertes Gebäude.

Dazu gehören unter anderem eine Fotovoltaikanlage, geschlossene Wasserkreisläufe, damit kein Wasser in die Kanalisation gelangt und die computerbasierte Steuerung von Lüftung, Heizung oder Beschattung. Und Sensoren sorgen dafür, dass bei starkem Wind beziehungsweise bei Regen das Dach automatisch geschlossen wird.

Die Gärtnerei des BBZ Arenenberg dient in erster Linie Bildungszwecken. Mitte August beginnt bereits die nächste Weiterbildung für Bäuerinnen. Darüber hinaus ist sie aber auch für die Pflege der Umgebung zuständig. Mit dem Neubau im Rücken wagt man laut Brogle den Schritt auf neues Terrain: «Wir wollen künftig den Raum auch für Events nutzen beziehungsweise etwas darin stattfinden lassen.» Das Gebäude macht es möglich, indem es eine flexible Aufteilung zulässt und über fünf Klimazonen verfügt. «Auf der einen Seite kann ein Event durchgeführt werden und auf der anderen gleichzeitig eine Schulung», sagt Brogle. «Man darf uns auch beim Arbeiten zuschauen.»

Günstiger als ursprüngliches Projekt

Doguoglu freut sich über das Resultat, auch weil es viel günstiger geworden ist als ursprünglich geplant. Die Projektierung von 2008 ging noch von rund 3,2 Mio. Franken aus. Allerdings für ein wesentlich grösseres Gebäude in Mischbauweise und kein reines Glashaus. Dieses erste Projekt wurde dann auf 1,87 Mio. Franken abgespeckt.

Erstellt worden ist das Gewächshaus in der Systembauweise eines holländischen Anbieters, die auch in normalen Landwirtschaftsbetrieben zum Zug kommt. Für die Arenenberger Schul- und Versuchsgärtnerei wurden etliche Anpassungen vorgenommen. Nicht zuletzt deshalb, weil das Gewächshaus viel kleiner ist als eines in der landwirtschaftlichen Produktion.

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