Bauprojekt
«Im Mittelpunkt steht das Generationenwohnen»: Der Stettfurter Gemeinderat schmiedet neue Pläne fürs Dorfzentrum

Im Dorfzentrum von Stettfurt stehen frische Planungen vor der Tür. Mit einer Testplanung hat der Gemeinderat Grundlagen für einen Gestaltungsplan erarbeitet. Gemeindepräsident Markus Bürgi gibt einen Einblick in das Projekt.

Kim Ariffin
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Markus Bürgi, Gemeindepräsident von Stettfurt, posiert vor dem Brunnen im Dorfzentrum.

Markus Bürgi, Gemeindepräsident von Stettfurt, posiert vor dem Brunnen im Dorfzentrum.

Bild: Benjamin Manser

Für das Dorfzentrum in Stettfurt sind diverse Änderungen angesagt. Mit einem Gestaltungsplan soll die Grundlage für eine Erweiterung des Volg-Gebäudes sowie die Erbauung von neuen Mehrfamilienhäusern zwischen dem Pfarrhausareal und dem Sportplatz geschaffen werden. Das Konzept des Generationenwohnens steht dabei im Mittelpunkt und soll alle Altersklassen ansprechen. Am 18. August ist der Bevölkerung im Tscharnerhaus das Ergebnis der Testplanung anhand der Projekte der drei ausgewählten Architektenteams vorgestellt worden.

Die Beurteilung der drei Projekte hat im Juni stattgefunden. Eine Jury, bestehend aus drei Architekten und zwei Gemeinderäten, hat die Ideen besprochen und beurteilt. Auch die Grundeigentümer des Grundstücks kamen zu Wort. Während der Diskussionen konnten die Teilnehmenden ihre unterschiedlichen Meinungen und Ideen austauschen. Dazu meint Gemeindepräsident Markus Bürgi:

«Wir erhielten teilweise Kritik, jedoch war diese immer konstruktiv. Es kam nicht zu negativen Äusserungen.»

Weil sich der besagte Platz im Zentrum des Dorfes befindet und zu den letzten freien Flächen gehört, war die Organisation der Planung zu Beginn schwierig und sorgte für einen grossen Koordinationsaufwand. Ursprünglich war die erste Zwischenbesprechung für den vergangenen Winter geplant, wegen der Coronapandemie musste sie allerdings verschoben werden. Der Planungsprozess verzögerte sich ungefähr um ein Vierteljahr, was jedoch unproblematisch war.

In den vergangenen Monaten ist auch die Hauptstrasse durch Stettfurt saniert worden. Dabei hatte der Kanton die Bauherrschaft. Unter anderem erneuerten die Bauarbeiter den Belag sowie das Trottoir. Hinzu kamen neue Bushaltestellen, die behindertengerecht und mit einem Häuschen ausgestattet sind. Die geplanten Erneuerungen haben mit den bereits erfolgten Strassensanierungen wenig zu tun, jedoch musste die neue Strassengestaltung bei der Testplanung berücksichtigt werden. Der nächste Schritt ist das Gestaltungsplanverfahren. Bürgi sagt:

Markus Bürgi, Gemeindepräsident von Stettfurt.

Markus Bürgi, Gemeindepräsident von Stettfurt.

Bild: Benjamin Manser
«Momentan gehen wir davon aus, dass der Gestaltungsplan bis zum Frühling 2023 vollendet ist.»

Der Bau von neuen Wohnungen steht bei diesem Projekt im Zentrum. Mit dem Motto des Generationenwohnens sollen alle Altersgruppen angesprochen werden. Zudem wolle der Gemeinderat auch Räume für die öffentliche Nutzung schaffen, wie Bürgi erläutert. Die Konzepte sprechen von einem Café, einem Co-Working und einem Sitzungsraum.

Weil die Grundeigentümer über die Nutzung ihres Grundstücks entschieden, sei die Situation momentan schwierig einschätzbar. Die Ergänzung des Volgs wird privat geplant. Die Gemeinde würde eine Parzelle, die in ihrem Eigentum liegt, einer Genossenschaft zur Verfügung stellen. Gedacht ist, dass diese neuen Infrastrukturen auch bei auswärtigen Leuten Interesse wecken. Sowohl Stettfurter als auch neue Zuzüger seien willkommen, erklärt Bürgi.

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