Baulicher Fortschritt
Happy End nach fünf Jahren: Nach langer Verzögerung geht es beim Wiederaufbau nach dem Steckborner Altstadtbrand nun in grossen Schritten voran

Nach fünf Jahren Lücke war jüngst Aufrichte an der Seestrasse, wo die Steckborner Altstadt brannte. Bezugstermin der insgesamt 16 Wohnungen soll im Herbst 2021 sein.

Rahel Haag
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Nach fünf Jahren ist die Lücke an der Seestrasse in Steckborn endlich passé. Beim ersten der drei Gebäude konnte vergangene Woche bereits der Dachstuhl aufgerichtet werden.

Nach fünf Jahren ist die Lücke an der Seestrasse in Steckborn endlich passé. Beim ersten der drei Gebäude konnte vergangene Woche bereits der Dachstuhl aufgerichtet werden.

Bild: Reto Martin

Für einmal kann Cornelia Bein sagen: «Wir sind absolut im Zeitplan.» Die Architektin spricht vom Wiederaufbau der drei Liegenschaften an der Seestrasse in Steckborn. Heute vor fünf Jahren tobte in der Steckborner Altstadt ein Inferno. Insgesamt sechs denkmalgeschützte Häuser sind dem Grossbrand zum Opfer gefallen. 30 Menschen hatten auf einen Schlag kein Dach mehr über dem Kopf.

Cornelia Bein, Vertreterin der Eigentümerschaft.

Cornelia Bein, Vertreterin der Eigentümerschaft.

Bild: Reto Martin

Am 6. April dieses Jahres konnten endlich die Bauarbeiten beginnen. Nach über vier Jahren. Zuerst hatte es noch den Anschein gemacht, als würde es rasch vorwärtsgehen. Nur knapp ein Jahr nach dem verheerenden Brand wurde im Rahmen eines Architekturwettbewerbs aus 69 eingereichten Vorschlägen das Siegerprojekt «L’Aquilino» des Zürcher Architekten Sebastian T. Pater präsentiert. Dann kam es allerdings zu Differenzen zwischen den Eigentümern und dem Architekten – und zur Verzögerung.

«In dieser Zeit sind wir fast verzweifelt.»

Das sagt Bein, die als Vertreterin der Eigentümer fungiert und das Projekt von Anfang an begleitet hat. Dann, Ende 2018, wurde die Zusammenarbeit mit besagtem Architekten beendet.

Erster Dachstuhl ist bereits aufgerichtet

Die Weiterbearbeitung übernahm das Büro Ryf Partner Architekten aus Zürich. Die Verantwortung übernahmen Architektin Valérie Cottet und Tobias Stäheli, Bauleiter bei der Novum Bau AG aus Frauenfeld. «Die beiden können zaubern», sagt Bein. «Ich weiss nicht, wie sie das geschafft haben.» Vergangene Woche habe bereits der Dachstuhl der Liegenschaft 103 aufgerichtet werden können.

Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
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Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort. Nachmittags (Bild) war der Brand noch nicht vollständig gelöscht; zwei Häuser wurde mit dem Bagger teilweise abgerissen.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort. Nachmittags (Bild) war der Brand noch nicht vollständig gelöscht; zwei Häuser wurde mit dem Bagger teilweise abgerissen.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort. Nachmittags (Bild) war der Brand noch nicht vollständig gelöscht; zwei Häuser wurde mit dem Bagger teilweise abgerissen.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort. Nachmittags (Bild) war der Brand noch nicht vollständig gelöscht; zwei Häuser wurde mit dem Bagger teilweise abgerissen.
Steckborn TG - Nach dem Grossbrand in der Steckborner Altstadt sind bereits Teile von zwei der sechs betroffenen Gebäuden abgerissen. Auch einen Tag danach steigt teilweise noch Rauch auf.
Steckborn TG - Nach dem Grossbrand in der Steckborner Altstadt sind bereits Teile von zwei der sechs betroffenen Gebäuden abgerissen. Auch einen Tag danach steigt teilweise noch Rauch auf.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.
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Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.

Steckborn TG - Beim Grossbrand in der Altstadt von Steckborn vom 21. Dezember 2015 wurden sechs Gebäude zerstört. Die Feuerwehren von Steckborn, Frauenfeld, Kreuzlingen und Weinfelden waren vor Ort.

Blick auf den Untersee in einem Winkel von 180 Grad

Dann geht es hinein in den Rohbau der Hausnummer 99. «Wir stehen in der zukünftigen Mediathek», sagt Bauleiter Stäheli. Sie erstreckt sich über zwei Stockwerke. Insgesamt entstehen in den drei Häusern 16 Wohnungen. Sie haben zwischen 2 und 5,5 Zimmer. Bezugstermin: Herbst 2021. Auf dem Dach sieht man kaum weiter als bis zum nächsten Haus. Schuld ist der Nebel. «Schade», sagt Stäheli, «sonst sähe man auf den Untersee.» In einem Winkel von 180 Grad sehe man auf den Untersee.

«Auf diesen Ausblick während der Bauzeit freue ich mich.»
Tobias Stäheli, Bauleiter Novum Bau AG Frauenfeld.

Tobias Stäheli, Bauleiter Novum Bau AG Frauenfeld.

Bild: Reto Martin

Eine Herausforderung auf dieser Baustelle seien die Platzverhältnisse. «Wir müssen die Baumaterialien auf dem Dach zwischenlagern», sagt Stäheli. Entsprechend müsse es, je nachdem welche Arbeiten gerade anstünden, immer wieder verschoben werden. In die Höhe kommt das Material mittels Kran. Was die Coronapandemie betrifft, sei man aber mit einem blauen Auge davongekommen. «Wir hatten zum Glück keine Probleme mit Materiallieferungen.» Zudem habe auf der Baustelle immer gearbeitet werden können. Es ist, wie Bein gesagt hat:

«Wir sind absolut im Zeitplan.»