Bald laichen im Geisslibach in Basandingen-Schlattingen wieder Forellen

Am Freitag besichtigte Regierungsrätin Cornelia Komposch die Renaturierungsarbeiten am Geisslibach in Basadingen-Schlattingen.

Thomas Güntert
Drucken
Teilen
Roman Kistler, Amtsleiter Jagd- und Fischereiverwaltung, spricht am Geisslibach mit Regierungsrätin Cornelia Komposch.

Roman Kistler, Amtsleiter Jagd- und Fischereiverwaltung, spricht am Geisslibach mit Regierungsrätin Cornelia Komposch.

(Bild: Thomas Güntert)

Die Revitalisierung des ersten Abschnitts des Geisslibachs ist in Gange. Am Freitag haben die Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau mit Regierungsrätin Cornelia Komposch, Planern, Behördenvertretern und Fischpächtern in Basadingen-Schlattingen die Aufwertungsmassnahmen besichtigt.

Gemeindepräsident Peter Mathys erklärte, dass die Renaturierung des Geisslibachs bereits 2013 zum Pilotprojekt erklärt worden war. Der Abschnitt von der Furtmühle bis Diessenhofen wurde in zehn Abschnitte eingeteilt. Zuerst wurden die Massnahmen für den 800 Meter langen Abschnitt 10, von der Abfluss-Messstelle vor der Kantonsgrenze bis zur Axpo-Brücke geplant. Nachdem im März die Baugenehmigung erfolgte, begann das Bauunternehmen Vetter AG aus Lommis mit den Arbeiten. Gebaut wird in der Zeit, in der die Fische nicht laichen.

Die Uferbefestigungen aus Beton und Holz wurden bereits entfernt, damit sich der Bach frei entfalten kann. Mit Hindernissen wie Totholz, Wurzelstöcken oder Pfahlbuhnen wurden ruhige Wasserzonen geschaffen, die insbesondere den jungen Fischen als Rückzugsgebiete dienen. Im Bereich der Axpo-Brücke wurde das Steilufer abgeflacht. Mithilfe natürlicher Ufereinfassungen aus Holzbündeln wird der Bachlauf unter der Brücke hindurch geleitet.

Auf einer Uferseite wurde der Bach mit fünf Kiesflächen zugänglich gemacht. Dabei wurden rudimentäre Sitzgelegenheiten aus Steinbrocken und Holzstämmen aufgestellt. «Einige Kinder haben hier während der Bauarbeiten schon die ersten Fangopackungen genommen», sagte Projektleiter Urban Fenner. Im Naturschutzgebiet Sürch, einem Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung, wurde mit dicken Baumstamm-Dielen eine Brücke und ein Behelfsweg gebaut, die nach den Bauarbeiten wieder entfernt werden.

Zur Bekämpfung des Asiatischen Staudenknöterichs wurden rund 200 Tonnen Erde abgetragen und entsorgt. «Daraus kann man auch Kuchen backen», sagte Komposch. Thomas Breitler von der Fischpachtgesellschaft Geisslibach zeigte das Wirken der Fischer auf. In den vergangenen zwei Jahren haben sie rund 400 Arbeitsstunden für die Renaturierung eines ein Kilometer langen Teilstücks aufgebracht. Sie legten Kiesbetten an, in denen die Forellen laichen können.

Mehr zum Thema