Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Bald klappert’s wieder auf dem Frauenfelder Kirchturm

Die evangelische Kirchgemeinde Frauenfeld montierte mit Unterstützung des Natur- und Vogelschutzvereins sowie der Stadt ein Storchenrad auf dem Turm der Stadtkirche.
Rahel Haag
Arbeiter installieren auf dem Turm der evangelischen Stadtkirche ein Storchenrad. (Bild: PD/Thomas Moos (Toggenburger + Co AG))

Arbeiter installieren auf dem Turm der evangelischen Stadtkirche ein Storchenrad. (Bild: PD/Thomas Moos (Toggenburger + Co AG))

Nach 92 Jahren können auf dem Turm der evangelischen Stadtkirche an der Freie Strasse wieder Störche nisten. Kürzlich installierten zwei Mitarbeiter der Toggenburger + Co AG sowie einer der Herzog AG mit einer Hebebühne ein Storchenrad. Eineinviertel Stunden dauerte die Montage. Die Initiative hierfür hatte die evangelische Kirchgemeinde ergriffen, die Koordination übernahm der Natur- und Vogelschutzverein (NVV) Frauenfeld.

«Es ist bereits der dritte Nistplatz in Frauenfeld», sagt Patrik Peyer vom NVV. Die beiden weiteren befinden sich einerseits auf dem Holzturm an der Laubgasse und andererseits auf dem Backsteinkamin des Brauhaus Sternen. Dort brütet aktuell ein Storchenpaar. Peyer geht davon aus, dass auch das Nest auf dem Kirchturm im kommenden Jahr besetzt sein wird. Dort brüteten bis ins Jahr 1927 immer wieder Störche. «Bei der Renovation wurde das Storchenrad damals aber demontiert.»

Autodrehleiter der Feuerwehr war zu kurz

Die Vorbereitungen für die Montage liefen nicht ganz reibungslos ab. «Wir haben zuerst die Feuerwehr um Unterstützung gebeten», sagt Peyer. Deren Autodrehleiter war mit 30 Metern aber zu kurz. Schliesslich kam die Toggenburger + Co AG zum Zug, da sie für ihre hochausfahrbaren Hebebühnen bekannt ist. Für eine besonders lange Lebensdauer wurde das Storchenrad zudem von der Galvaswiss AG aus Wellhausen kostenlos verzinkt. «Auf diese Weise sollte es Jahrzehnte überdauern», sagt Peyer.

Die Kosten teilt sich der NVV mit der evangelischen Kirchgemeinde sowie der Stadt Frauenfeld. «Wir wollen unseren Beitrag am Zweistundenlauf Mitte September erlaufen», sagt Peyer. Auf diese Weise erhält auch die Bevölkerung noch die Möglichkeit, das Projekt zu unterstützen.

Vor der Montage des Storchenrads wurden im Anschluss an einen Gottesdienst von den Besuchern Weidezweige in die Konstruktion eingeflochten. «Damit das Storchenpaar nicht bei null anfangen muss», sagt Peyer. Die Zweige hätten sie vorab zum Einweichen in den Brunnen an der Freie Strasse gelegt.

Die Stadt Frauenfeld sei für Störche ein guter Niststandort, ist Peyer überzeugt. Dank der Thur gebe es viele Feuchtflächen, wodurch die Nahrungsgrundlage gesichert sei. Und auch für die Menschen sieht er Vorteile. «Einerseits verschönert es das Stadtbild», sagt er, «und andererseits gibt es doch nichts Schöneres, als Storchengeklapper vom Kirchturm zu hören.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.