Balanceakt über die Murg in Matzingen hat nach mehreren Kreditabstimmungen und Bauarbeiten ein Ende

Die Gemeinde Matzingen weiht ihren neuen Murgsteg beim Rehliweiher ein, der insgesamt 300'000 Franken kostete. Der alte, gefährliche Steg bleibt weiterhin auf eigene Gefahr zugänglich.

Samuel Koch
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Der neue, behindertengerechte Holzsteg Spinnere.

Der neue, behindertengerechte Holzsteg Spinnere.

Bild: Samuel Koch

Endlich ohne Mut, ohne Balanceakt, ganz ohne Gefahr. So traversieren Spaziergänger und Velofahrer neuerdings die Murg beim Matzinger Rehliweiher hinter der Landi-Genossenschaft am südlichen Dorfausgang. Seit rund einer Woche steht der neue Holzsteg Spinnere da, klammheimlich haben ihn Bauarbeiter aufgestellt.

Nur einzelne Posts von begeisterten Naturfreunden in den sozialen Medien weisen auf den Vollzug hin, dem viele kritische Fragen und zwei Kreditbegehren an vergangenen Gemeindeversammlungen vorgegangen sind. Insgesamt haben die Stimmberechtigten Kosten für den neuen Murgsteg in Höhe von 300'000 Franken bewilligt.

Walter Lanz, Gemeinderat Matzingen.

Walter Lanz, Gemeinderat Matzingen.

Bild: PD

Feier im kleinen Rahmen

Diese Woche nun haben der Gemeinderat, beteiligte Unternehmer und Landbesitzer den holzigen Murgsteg mit einer kleinen Feier eingeweiht. «Wir haben bisher nur positive Rückmeldungen zum neuen Steg erhalten», sagt Walter Lanz, im Gemeinderat zuständig fürs Ressort Tiefbau und Verkehr. Bloss einzelne Justierungsarbeiten müssten noch erfolgen, die jedoch Passanten nicht bemerken würden. Er sagt:

«Und schliesslich folgt noch die Bauabnahme.»
Der bisherige Murgsteg beim Alpiq-Wehr.

Der bisherige Murgsteg beim Alpiq-Wehr.

Bild: Donato Caspari
26. März 2019

Lanz ist froh, dass der Bau des neuen, behindertengerechten Stegs über die Murg jetzt endlich steht. Denn der bisherige Übergang beim Alpiq-Wehr wenige Dutzend Meter weiter flussabwärts war stets eine Herausforderung, ja bei Nässe gar gefährlich.

Vorzeichen für finanzielle Punktlandung stehen gut

Begehbar bleibt der alte schmale Übergang, jedoch weiterhin auf eigene Gefahr. «Wer reinfällt, ist selber schuld», sagt Lanz und schmunzelt. Für eine Bauabrechnung des neuen Stegs sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh.

Es gebe bisher aber keine Vorzeichen, dass die Gemeinde nicht eine Punktlandung erzielt. Lanz sagt: «Wir sind auf erfreulichem Kurs.»

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