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Bahn-Fernverkehr nach Romanshorn in Frage gestellt

Gemäss einem Entwurf des Bundesamts für Verkehr könnte es ab 2035 keine direkten Schnellzüge von Zürich nach Romanshorn geben. Nur wenn zwei Lokomotiven die Züge ziehen, sollen sie in Weinfelden getrennt und je nach Konstanz und Romanshorn fahren.
Thomas Wunderlin
Die Schnellzüge nach Romanshorn könnten ab 2035 Geschichte sein: Jubiläumsanlass "100 Jahre Museen Thurgau" im Locorama Romanshorn 2017. (Bild: Thi My Li Nguyen)

Die Schnellzüge nach Romanshorn könnten ab 2035 Geschichte sein: Jubiläumsanlass "100 Jahre Museen Thurgau" im Locorama Romanshorn 2017. (Bild: Thi My Li Nguyen)

Das Bundesamt für Verkehr stellt die Fernverkehrsverbindung nach Romanshorn ab 2035 in Frage. Dies geht aus dem am 16. November publizierten Entwurf des Angebotskonzepts zum Ausbauschritt 2035 hervor. Darin heisst es, die von Westen kommenden Züge sollen in Weinfelden geteilt werden und nach Konstanz und Romanshorn weiterfahren, was in Bähnlersprache als «Flügeln» bezeichnet wird.

In der Gegenrichtung sollen sie in Weinfelden vereinigt werden. Allerdings gilt das nur, wenn sie mit einer sogenannten Mehrfachtraktion, also mit zwei Lokomotiven, von Zürich her kommen. Sonst soll der Fernverkehr nach Konstanz weiterfahren. Von Weinfelden nach Romanshorn würde eine «schnelle S-Bahn» verkehren.

Stadtpräsidenten sind alarmiert

Die umsteigefreie Direktverbindung vom Oberthurgau nach Zürich fiele dahin. Die aufgeschreckten Stadtpräsidenten von Romanshorn und Amriswil, David H. Bon (FDP) und Martin Salvisberg (SVP), wollen deshalb vom Thurgauer Regierungsrat wissen, ob er sich für den Erhalt der Verbindung nach Zürich via Flughafen einsetzt und mit welchen Mitteln, und wie der Grosse Rat, die Regionen und die Gemeinden in die Vernehmlassung zum Bahnausbau 2030/35 eingebunden werden.

Es bestehe keineswegs Gewähr, dass die SBB Züge beschaffe, die für eine Mehrfachtraktion geeignet seien, schreiben die beiden Kantonsräte in der Begründung ihrer Einfachen Anfrage. Die Fernverkehrsverbindung sei ausserdem bedroht, weil das Flügeln und Vereinigen Zeit koste und es bei solchen Zügen schwierig sei, die Passagiere über die richtigen Einsteigebereiche zu informieren.

Nur noch drei von sechs Zentren mit Fernverkehr

Von den im Richtplan bezeichneten sechs kantonalen Zentren wären dann nur noch Frauenfeld, Weinfelden und Kreuzlingen ans Fernverkehrsnetz angeschlossen. Nebst Arbon wären auch Amriswil und Romanshorn abgehängt.

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