Autofahrer müssen in der Steckborner Altstadt vom Gas

Ab Ende August soll auf der Hauptstrasse im Bereich der Steckborner Altstadt Tempo 40 gelten. Die Pläne hierfür liegen noch bis am 18. Juli öffentlich auf. «Die Temporeduktion ist ein breit angelegter Wunsch», sagt Bauverwalter Egon Eggmann.

Rahel Haag
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Die Steckborner Altstadt von oben: Zwischen dem Sonnenkreisel (am linken Bildrand) und der Schützengrabenstrasse (am rechten obereren Bildrand) will die Stadt Tempo 40 einführen. (Bild: Olaf Kühne)

Die Steckborner Altstadt von oben: Zwischen dem Sonnenkreisel (am linken Bildrand) und der Schützengrabenstrasse (am rechten obereren Bildrand) will die Stadt Tempo 40 einführen. (Bild: Olaf Kühne)

Die Chancen stehen gut, dass der Verkehr bald langsamer durch die Steckborner Altstadt fliesst. Aktuell läuft ein Einwendungsverfahren für die Einführung einer Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf 40 Kilometer pro Stunde. Sie soll sich auf der Seestrasse vom Sonnenkreisel bis zur Schützengrabenstrasse erstrecken. Die Pläne liegen noch bis 18. Juli auf der Gemeinde auf.

«Es geht um die Sicherheit»

sagt Bauverwalter Egon Eggmann. Im Jahresdurchschnitt passieren rund 4500 Fahrzeuge die Steckborner Altstadt. Eine Messung im Juni 2018 ergab dagegen rund 5150 Fahrzeuge. «Das verdeutlicht die saisonalen Schwankungen des Verkehrsaufkommens und damit das Gefahrenpotenzial.»

Voraussetzungen für Tempo 30 sind nicht erfüllt

Doch die Stadt kann in dieser Sache nicht selbst entscheiden. Bei der Seestrasse handelt es sich um eine Kantonsstrasse, entsprechend hat in dieser Sache der Kanton das letzte Wort. «Zuerst hatten wir eine Tempo-30-Zone beantragt», sagt Eggmann. Daraufhin habe der Kanton einen technischen Bericht gefordert. «Dieser zeigte dann, dass der Strassenabschnitt die Voraussetzungen für eine Tempo-30-Zone nicht erfüllt.» Der Verkehrsingenieur habe dann eine Temporeduktion von 50 auf 40 Kilometer pro Stunde vorgeschlagen. «Und der Kanton hat positiv darauf reagiert», sagt Eggmann.

Solange das Verfahren noch läuft, können Gegner des Vorhabens eine schriftliche Einwendung beim Departement für Bau und Umwelt einreichen.

«Ich wäre allerdings erstaunt, wenn es noch Gegenwind gäbe»

sagt Eggmann. Denn die Temporeduktion sei ein «breit angelegter Wunsch» in der Stadt. Sollte alles rund laufen, dürften die entsprechenden Signaltafeln bis zum Ende August installiert sein. Die Kosten, welche die Stadt trägt, belaufen sich auf rund 10'000 Franken, schätzt er. «Wobei die Signaltafeln wohl den kleinsten Teil ausmachen.» Viel mehr ins Gewicht falle der technische Bericht.

Parkfelder schränken die Sicht der Fussgänger ein

Abgesehen von der Installation von acht Signaltafeln sind weitere Massnahmen vorgesehen.

«Zwei Parkfelder müssen aufgehoben werden»

sagt Eggmann. Sie befänden sich aktuell in der Nähe von Fussgängerstreifen und würden die Sicht einschränken. «Auch hier geht es um den Sicherheitsaspekt.»

Ursprünglich hatte die Stadt in Betracht gezogen, unter Umständen auch die Zebrastreifen zu verschieben. Darauf wird nun aber verzichtet.

«Fussgänger suchen den direktesten Weg und machen keine Umwege»

sagt Eggmann zur Begründung. Zudem seien die bestehenden Fussgängerstreifen richtig platziert. «Es besteht aber die Möglichkeit, dass später ein zusätzlicher Fussgängerstreifen beim kantonalen Tiefbauamt beantragt wird.»

Langsamer durch die Steckborner Altstadt

Der Steckborner Stadtrat will auf der Seestrasse zwischen Sonnenkreisel und Schützengraben eine Tempo-40-Zone einführen. Im Fokus steht die Sicherheit. «Es besteht Handlungsbedarf», sagt Stadtpräsident Roger Forrer.
Rahel Haag