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«Oldtimer sind ein Kulturgut»: Das erste Oldtimertreffen in Steckborn lockte rund 150 Fahrzeuge an

Autoenthusiasten und Oldtimerfans sind am ersten Oldtimertreffen in Steckborn auf ihre Kosten gekommen. Eine breite Auswahl an über 30-jährigen Fahrzeugen hat vor dem Seeschulhaus parkiert. OK-Präsident des Memorial Bergrennens, Claude Schönherr, vermittelte ausserdem Informationen zum nächsten Rennen im Jahr 2023.

Janine Bollhalder
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Die Oldtimer vor dem Seeschulhaus in Steckborn.

Die Oldtimer vor dem Seeschulhaus in Steckborn.

Bild: Janine Bollhalder

Rund 150 Fahrzeuge stehen in Reih und Glied auf dem Platz vor dem Seeschulhaus Steckborn. Alfa, Jaguar, Corvette, Fiat, Sunbeam, Porsche, Pontiac, Mustang und Mercedes – fast alle sind mindestens 30 Jahre alt. Es ist das erste Oldtimertreffen in der Stadt, die bei Oldtimerenthusiasten für das Memorial Bergrennen bekannt ist. Doch es haben sich nebst einem Mercedes AMG auch noch zwei andere, jüngere Autos in die Reihen gemischt.

Claude Schönherr, Präsident des Organisationskomitees des Memorial Bergrennens Steckborn.

Claude Schönherr, Präsident des Organisationskomitees des Memorial Bergrennens Steckborn.

Bild: Andrea Stalder

Mit der Anzahl Fahrzeuge sind die Erwartungen von Claude Schönherr, Präsident des Organisationskomitees, übertroffen worden. Er hat nicht damit gerechnet, dass so viele Oldtimer den Weg an den Untersee finden. «Oldtimer sind ein Kulturgut», sagt er und fügt an: «Sie gehören zu uns wie Kunst.» Schönherr besitzt selber mehrere Oldtimer, unter anderem einen fast 70-jährigen Jaguar sowie einen Mini Cooper S mit Jahrgang 1966.

Viel Arbeit für das nächste Rennen steht an

Die Oldtimerszene ist riesig, sagt Schönherr. Und trotzdem scheint man sich zu kennen. Während des Gesprächs wird der OK-Präsident immer wieder von Gästen angesprochen, die ihre Freude an diesem Anlass zum Ausdruck bringen. Doch das Treffen vom vergangenen Sonntag galt nicht nur der Vernetzung unter Oldtimerfreunden, sondern auch der Ankündigung des nächsten Memorial Bergrennens.

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«Wir haben das Rennen erst für 2023 angesetzt, weil wir bekannterweise noch immer mit der Pandemie kämpfen und bereits viele andere Termine für die Oldtimerszene festgelegt wurden», erklärt Schönherr. Ausserdem benötige so ein Bergrennen eine Menge an Vorbereitungen. So müssen etwa das zuständige OK zusammengesetzt und eine Bewilligung vom Kanton eingeholt werden. Ausserdem müssen für das Bergrennen einige Baumassnahmen an der Strasse vorgenommen werden.

Das Werbeplakat für das fünfte Memorial Bergrennen in Steckborn bleibt wie in den letzten Jahren. Es enthält das Datum – 23. und 24. September 2023 – plus die Visualisierung eines Cooper T39 mit dem Jahrgang 1955. Ein Fahrzeug, das, wie Schönherr sagt, die Dynamik von anno dazumal perfekt aufzeigt. Eine Anmeldung für das Rennen ist ab dem Frühjahr 2023 möglich.

Gegen 11 Uhr wird es laut. Ein Teil der Oldtimer sowie die neueren Wagen macht sich in einem Konvoi auf den Weg nach Romanshorn zum ACS-Autotreffen. Das OK des Bergrennens Steckborn hat für das Oldtimertreffen mit dem ACS Thurgau zusammengespannt. Es verbleiben rund 80 Fahrzeuge in Steckborn und es kommen wieder neue hinzu.

Noch vor dem Mittag überreicht OK-Präsident Schönherr einen Check in der Höhe von 1'000 Franken an die Stiftung Andante. Es ist der Erlös aus Taxifahrten des vergangenen Bergrennens von 2018, der nun der Stiftung zugutekommen soll, die Menschen mit Beeinträchtigungen Arbeits- und Wohnplätze bietet.

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