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Auszeit für Frauenfelder Time-out-Klasse geht im Sommer zu Ende

Auf das Schuljahr 2019/20 soll die Frauenfelder Timeout-Klasse nach einem einjährigen Unterbruch wiedereröffnet werden, mit überarbeitetem Konzept und der Unterstützung einer zusätzlichen Fachperson Sozialarbeit.
Samuel Koch
Der Eingang zur «Timeout»-Liegenschaft an der Lachenackerstrasse in Frauenfeld. (Bild: Nana do Carmo)

Der Eingang zur «Timeout»-Liegenschaft an der Lachenackerstrasse in Frauenfeld. (Bild: Nana do Carmo)

Im Sport dauert ein Time-out normalerweise 30 Sekunden. Braucht eine Schülerin oder ein Schüler im Alter zwischen 14 und 16 Jahren ein Time-out, dauert das in der Regel länger. Im vergangenen Sommer liess die Sekundarschulgemeinde Frauenfeld aufhorchen, nachdem sie bekannt gegeben hatte, dass die Time-out-Klasse ein Time-out nimmt.

Vorausgegangen war die Kündigung einer Lehrperson, die mit für den Aufbau des seit 2007 erfolgreichen Angebots hauptverantwortlich zeichnete.

Nun teilt die Schulgemeinde mit, dass es mit der Time-out-Klasse ab dem Schuljahr 2019/20 weitergehen soll. Schulpräsident Andreas Wirth sagt:

«Wir haben in der Schulbehörde sofort nach Bekanntgabe der Auszeit die Überarbeitung des Konzepts in Angriff genommen.»

Andreas Wirth, Schulpräsident Frauenfeld. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Andreas Wirth, Schulpräsident Frauenfeld. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Die wesentlichste Änderung erfährt das Pensum der Angestellten sowie die Besetzung. Neu werden nicht mehr nur zwei Lehrpersonen, sondern zusätzlich auch eine Fachperson für Sozialarbeit die Time-out-Klasse führen. «So werden die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt», meint Wirth. Stellenmässig muss die Schulbehörde lediglich eine Pensumaufstockung von 20 Prozent bewilligen. «Sie ist aber kostenneutral», ergänzt Wirth.

Eine Stelle für Lehrperson ist weiterhin vakant

Den Vorwurf, dass die bisherigen Lehrpersonen – eine Stelle ist nach wie vor vakant – vom Betrieb verheizt wurden, lässt Wirth nicht gelten. «Das Konzept hat zehn Jahre sehr erfolgreich funktioniert», betont er. In Zukunft sollen sich die Lehrpersonen aber nebst der Pflege der Beziehungen vermehrt aufs Vermitteln des Schulstoffs konzentrieren können.

In Stein gemeisselt ist die Wiedereröffnung der Time-out-Klasse noch nicht. Wirth geht aber davon aus, dass erstens die Schulbehörde das überarbeitete Konzept bewilligt, zweitens die noch vakante Stelle besetzt wird sowie drittens nach wie vor eine Nachfrage für die maximal acht Plätze vorhanden ist.

«Wir sind optimistisch und gehen davon aus, dass es das ‹Time-out› ab Sommer 2019 wieder geben wird.»

Die Time-out-Klasse mit Standort an der Langenackerstrasse 10 in Frauenfeld ist ein Angebot für Jugendliche, die sich in ihrer Klasse nicht mehr zurechtfinden, den Sinn des Schulbesuchs aus den Augen verloren haben oder in eine Notsituation geraten sind. Das «Time-out» zielt darauf ab, die Teilnehmenden wieder in ihre Regelklasse zu integrieren. Mit in den Prozess eingebunden wird immer auch das persönliche Umfeld.

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