Sanierung des Glockenstuhls in Mammern ist unausweichlich

Im Fokus der Versammlung der Evangelischen Kirchgemeinde Mammern standen die Finanzen. Von Interesse waren auch die Investitionen in den Vorplatz sowie ins Geläut.

Margrith Pfister-Kübler
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Die Baustelle vor dem Eingang zur Evangelischen Kirche deutet auf die anstehenden Sanierungen hin. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Baustelle vor dem Eingang zur Evangelischen Kirche deutet auf die anstehenden Sanierungen hin. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Schon vor dem Eintreten in die Evangelische Kirche Mammern erinnern Baugerüste auf dem Kirchenvorplatz daran, dass hier saniert wird. Investitionen stehen beim Vorplatz bei der rollstuhlgängigen Rampe mit Geländer, aber auch beim 100-jährigen Geläut und dem Glockenstuhl an.

Kirchenpräsident Christian Schaefer führte am Sonntagabend zügig durch die Traktanden. Kirchenpflegerin Marianne Wattinger stellte detailliert die Rechnung 2018 vor, die einen Gewinn von rund 42'000 Franken vorweist.

Vermehrte Einkommens- und Vermögenssteuern (budgetiert 115'000, Ertrag: 136'489) und Steuern früherer Jahre (budgetiert 4000 Franken, Ertrag: 30'695 Franken) zählen zu den Gründen des guten Ergebnisses. «Die Löhne sind gleich geblieben», ergänzte die Kirchenpflegerin.

3000 Franken wurden für in Not geratende Menschen aufgewendet. Einstimmig wurde die Rechnung genehmigt. Ebenso einstimmig wurden das Budget 2019 und die Investitionsrechnung genehmigt.

Es stehen weitere Investitionen an

Der Rechnungsvorschlag wird für die Vorfinanzierung der rollstuhlgängigen Rampe mit Geländer (Auslagen Vorplatz 20000 Franken, Auslagen Rampe mit Geländer 25000 Franken) und die 17025 Franken als Einlage ins Eigenkapital verwendet.

Kirchenpräsident Schaefer informierte, dass weitere Investitionen anstehen. Das über 100-jährige Geläut und der Glockenstuhl wurden zwar immer gewartet, jedoch nie richtig saniert. Aus Sicherheitsgründen und auf dringende Empfehlung des Glockenbauers muss dies nun angepackt werden.

«Der Glockenstuhl ist eingemauert. Jeder Schlag geht direkt aufs Gemäuer»

ergänzte Schaefer. Es wird mit Gesamtkosten von total 135'000 Franken gerechnet. Weiter informierte er über den Besuch des Kirchenrates. «Der Bericht ist sehr positiv ausgefallen», sagte er mit freudiger Stimme. Auch sonst laufe «alles glatt», erfreulich sei auch die Zusammenarbeit mit Wagenhausen und der einstigen Katholischen Kirchgemeinde Mammern, heute in der Kirchgemeinde Untersee-Rhein.

Arbeitsjubiläum und ein angekündigter Rücktritt

Im Rückblick aufs Berichtsjahr durch Religionslehrerin Ute Stöckle zeigte sich, dass hier eine aktive Kirchgemeinde mit vielfältigen Angeboten agiert. Zur Vielfalt des Kirchenjahres zählen auch Gottesdienste am Steinernen Tisch, in der Ruine Neuburg bis zur Mitwirkung der Jagdhornbläser oder die Konfirmandenreise nach Berlin. Mit Applaus und Blumen wurde das zehnjährige Arbeitsjubiläum von Mesmerin Rita Mohr gewürdigt.

Dann gab es noch einen Wermutstropfen: Kirchenpräsident Christian Schaefer hat für die neue Amtsperiode ab 2020 seinen Rücktritt nach vier Amtsperioden angekündigt, ebenso Kirchenvorstandsmitglied Katharina Hanhart, die nach zwei Amtsperioden zurücktritt.