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Interessengemeinschaft für Schlachtung im Hinterthurgau gegründet

Lokal verarbeitetes Fleisch soll die Marke «Tannzapfenland» weiter stärken. Sirnach und Tänikon stehen zur Diskussion als Standort einer Schlachtanlage.
Olaf Kühne
Hinterthurgauer Tiere, hier Schafe in Schurten, sollen künftig vermehrt im Tannzapfenland verarbeitet werden. (Bild: Olaf Kühne)

Hinterthurgauer Tiere, hier Schafe in Schurten, sollen künftig vermehrt im Tannzapfenland verarbeitet werden. (Bild: Olaf Kühne)

Es geht vorwärts. Der Anfang Jahr neu aufgestellte Verein Projekt Regionale Entwicklung (PRE) Tannzapfenland hat sich zum Ziel gesetzt, den Hinterthurgau besser zu vermarkten. Im Fokus des Engagements stehen die Produkte der lokalen Landwirtschaft. So wurde denn auch bereits die Marke «Tannzapfenland» ins Leben gerufen. Käse, Honig und Fleisch mit diesem Label wurden schon auf verschiedenen Märkten und Messen feilgeboten, das nächste Mal an der Eschliker Gewerbeausstellung Eswa vom 9. bis 11. November.

Von Anfang an teilte der Verein seine Aktivitäten in fünf Teilprojekte auf. Eines davon wird nun konkret: der Aufbau einer gemeinschaftlichen Schlachtanlage. «Damit regional produziertes Fleisch auch in der Region verarbeitet werden kann», sagt Geschäftsführerin Brigitte Süess.

«Wo schlachten Sie in fünf Jahren?»

Vergangene Woche trafen sich hierfür Bauern und Jäger im Restaurant Post in Eschlikon zur Gründungsversammlung der «Interessensgemeinschaft Regionale Fleischverarbeitung Hinterthurgau». Dabei unterzeichneten über 30 Interessierte die Beitrittserklärung. «Wir wissen, dass im Augenblick jeder eine Verarbeitungslösung hat, aber es hat sich gezeigt, dass es in den kommenden Jahren Veränderungen geben wird», sagt Andreas Moser, Landwirt und erster Präsident der IG. Mit der Frage «Wo schlachten Sie in fünf Jahren?», habe man denn auch einen Nerv getroffen.

Konzept bis Ende Jahr

Als Erstes geht es nun darum, ein spruchreifes Konzept auszuarbeiten. Stehen doch kantonale und eidgenössische Fördergelder in Aussicht. «Das Konzept müssen wir bis Ende Jahr einreichen», sagt Brigitte Süess. «Das heisst rechnen, planen und unterschiedliche Szenarien durchspielen.» Mit Sirnach oder Tänikon stehen bereits zwei mögliche Standorte zur Debatte.

«Unsere Idee ist, dass die Schlachtanlage dereinst im Vollbetrieb mit einem angestellten Metzger läuft.»

Trotz der bereits zahlreichen Mitglieder der IG wünscht sich Brigitte Süess weitere Beitritte: «Unsere Idee ist, dass die Schlachtanlage dereinst im Vollbetrieb mit einem angestellten Metzger läuft.» Willkommen seien deshalb auch Landwirte und Jäger aus den Nachbarkantonen St. Gallen und Zürich. «Sie sollten allerdings schon aus der Nähe kommen», ergänzt Brigitte Süess. Schliesslich seien die kurzen Transportwege der Tiere eines der zentralen Argumente für eine regionale Fleischverarbeitung.

Auf gutem Weg sind auch die anderen Teilprojekte von PRE Tannzapfenland. So fanden im ehemaligen, nun von einer Genossenschaft betriebenen Schulhaus Au diesen Sommer bereits diverse Veranstaltungen statt; zuletzt ein Märli-Brunch. Derzeit wird das Erdgeschoss renoviert. Am 6. und 7. April 2019 wird dann das Genossenschaftsrestaurant eröffnet.

Tourismusangebote im kommenden Frühling

Und auch bezüglich Agrotourismus, ein weiteres Teilprojekt, ist Brigitte Süess zuversichtlich. «Wir können im kommenden Frühling die ersten buchbaren Angebote auf unserer Website aufschalten», sagt sie.

Bis aber das erste Fleisch mit dem Label «Tannzapfenland» aus der neuen Schlachtanlage in den Verkauf gelangt, dürfte es noch etwas länger dauern. Zwar muss, wie erwähnt, das Konzept bis Ende Jahr eingereicht sein. Für dessen Umsetzung bleiben danach aber fünf Jahre Zeit. «Deshalb ist es so wichtig, vorauszuschauen und die Chance jetzt am Schopf zu packen», sagt Irene Hausammann. Sie wurde vergangene Woche genau so in den Vorstand der neuen IG gewählt wie Daniela Kägi, Markus Schmucki und David Ammann sowie Präsident Andreas Moser.

Hinweis

Wer der IG Regionale Fleischverarbeitung Hinterthurgau beitreten möchte, ist gebeten, sich bei Brigitte Süess, Geschäftsführerin Verein PRE Tannzapfenland zu melden unter: brigitte.sueess@agro-marketing.ch.

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