Aus Gachnanger Grüngut entstand 2019 so viel Biogas, dass es den Jahresverbrauch von 18 Haushalten deckt

Der ökologische Nutzen einer kommunalen Grüngutsammlung ist hoch, wie Zahlen aus Gachnang zeigen. Dank der 541 Tonnen Biomasse aus der Gemeinde konnten im vergangenen Jahr 68 Tonnen Kohlendioxid eingepart werden.

Mathias Frei
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In der ehemaligen Grüngut-Annahmestelle der Axpo Kompogas AG in Frauenfeld.

In der ehemaligen Grüngut-Annahmestelle der Axpo Kompogas AG in Frauenfeld.

(Bild: Donato Caspari, 24.Oktober 2016)

Aus der kommunalen Grüngutsammlung der 4443 Gachnangerinnen und Gachnanger resultierten vergangenes Jahr 515 Tonnen Biomasse. Zudem steuerte der Gachnanger Werkhof weitere 26 Tonnen, wie dem Newsletter der politischen Gemeinde Gachnang zu entnehmen ist. Das sind also insgesamt 541 Tonnen Biomasse, was einem Pro-Kopf-Sammelergebnis von 122 Kilogramm (2018: 120 Kilogramm) entspricht. Der aktuelle Schweizer Schnitt beträgt 120 Kilogramm. Der ökologische Nutzen daraus ist gross, wie den folgenden Zahlen zu entnehmen ist.

Entspricht dem Verbrauch von 18 Haushalten pro Jahr

Gachnang liefert diese Biomasse an die nahe Axpo Kompogas AG nach Oberwinterthur. Aus der Trockenvergärung der 541 Tonnen Biomasse resultieren einerseits 251'000 Kilowattstunden Biogas, was dem Jahresverbrauch von 18 Haushalten entspricht. Andererseits ergaben sich nach der Vergärung je 216 Tonnen Humusersatz (Dünger fest) und Startdünger (Dünger flüssig) zur Verwendung etwa in der Landwirtschaft. Durch die Vergärung werden gesamthaft 68 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Dies wiederum entspricht einer Kraftstoffverbrennung von 27'158 Liter im Jahr 2019.

Weiter informiert die politische Gemeinde, dass Katzensand nicht in der Grünabfuhr entsorgt werden darf. Ein entsprechender Hinweis ist im Merkblatt «Wie entsorge ich Grünabfälle» zu finden.

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