Das Aadorfer Restaurant Heidelberg kriegt einen aussergewöhnlichen Grill

Auf der Gartenterrasse des Restaurants Heidelberg bietet sich ein ungewöhnlicher Anblick: Ein verlegter Schienenstrang.

Kurt Lichtensteiger
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Restaurator Clemens Birchler zeigt die Lore in ihrem Urzustand. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Restaurator Clemens Birchler zeigt die Lore in ihrem Urzustand. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Die Gastgeber Bianca und Stephan Roth sind nicht verlegen, wenn es darum geht, ihre Gäste mit Einfallsreichtum zu überraschen. Das Gastronomische ist hinlänglich bekannt, und der Rahmen dazu stimmt im Aadorfer Restaurant ebenso.

In den kommenden Monaten ist nun auf der geräumigen Gartenterrasse ein seltsames Gefährt der Hingucker. Vorerst erweckt lediglich ein verlegter Schienenstrang die Aufmerksamkeit der Gäste. Was sich dann darauf fortbewegen wird, zeigt sich in Bälde: Es handelt sich dabei um eine über 100-jährige Bergwerkslore, in der Bergmannssprache von den Kumpels auch als Hunt oder Hund bezeichnet. Der Förder-, Gruben-, Stollen- oder Berghund ist ein nach oben offener Kasten, der auf Schienen von Menschen hin- und herbewegt wurde.

Eine derartige Lauftruhe aus einem norddeutschen Bergwerk wurde in den vergangenen Wochen in der Schlosserei Birchler in Bichelsee zu einem Grill umfunktioniert. Zuvor wurde das Fahrwerk verzinkt und pulverbeschichtet, die Mulde den neuen Bedürfnissen angepasst und mit hitzebeständiger Farbe versehen.

Aus dem rostigen alten Eisen von «unter Tage» entstand ein Schauobjekt «über Tage», das auf einer zwölf Meter langen Schiene fortbewegt wird. Nach Inbetriebnahme können die Gäste auf der Gartenterrasse mit dem fahrbaren Grill gleich vor Ort bedient werden.

Seit drei Jahren im «Heidelberg»

Stephan Roth und sein Team, allesamt Barbecue-Profis, haben den Anspruch, auf dem eingebauten Rost verschiedene Köstlichkeiten hervorzuzaubern. Allen voran hausgemachte Bratwürste oder ein sogenanntes Tomahawk-Steak vom Luma-Beef aus Schaffhausen. Selbst die dazugehörige Rösti stammt vom Holzkohlengrill.

Stephan Roth als Gastgeber ist überzeugt, mit dieser Novität seinen Gästen eine weitere Besonderheit bieten zu können. In den vergangenen drei Jahren hat er mit seiner Frau Bianca bewiesen, dass der «Heidelberg» zu einer Topadresse geworden ist. Bester Beweis dafür sind die bisherigen Frequenzen im Gastrobetrieb. Und sagt «Heidelberg»-Wirt Stephan Roth:

«Mit ein Grund ist auch, dass wir in Aadorf als Familie nicht nur wohnen und arbeiten, sondern uns hier auch sehr wohl fühlen»,