Auftritt in Hollywood: Valeria Muster aus Frauenfeld darf bei der Sendung «Vocal Star» singen

Valeria Muster tritt über die Festtage in der Sendung «Vocal Star» in Hollywood auf.

Janine Bollhalder
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Freut sich auf Hollywood: Valeria Muster.

Freut sich auf Hollywood: Valeria Muster.

(Bild: Reto Martin)

«Ich war so nervös – ich fragte mich, weshalb ich das eigentlich mache», sagt Valeria Muster über das Casting für den Gesangswettbewerb «Vocal Star». Sie hat sich mit dem Song «Valerie» von Amy Winehouse ins Herz der Jury gesungen. Dafür wird sie am 26. Dezember nach Hollywood reisen. Von einer Karriere als Sängerin hat sie bisher nicht geträumt. Sie habe stets nur auf Wunsch von Freunden und Familie gesungen sowie in Videos auf der sozialen Plattform Instagram.

Die Sendung

Ziel der Sendung «Vocal Star» ist es, Talenten jeden Alters den Sprung ins Showbusiness zu ermöglichen. Das siebentägige Event in Hollywood soll Talenten aus verschiedensten Ländern die dafür notwendigen Fähigkeiten näherbringen.

Musik in allen Lebensbereichen

Valeria Muster ist im zürcherischen Grüt aufgewachsen «Zwischen vielen Bauernhöfen», sagt sie und lacht. Zurzeit aber wohnt Muster in Frauenfeld bei einer Kollegin ihrer Mutter, denn sie macht ihre Lehre in Weinfelden. Die junge Sängerin repariert Blasinstrumente – «Musik beeinflusst mein Leben in allen Bereichen». Sie spielt Trompete und Ukulele. «Ich habe auch einige Lektionen im Klarinettenspielen gehabt. Aber das mache ich nicht so gerne.» Für ihre Lehre habe sie sich vor zwei Jahren entschieden, «weil es nicht so viele Ausbildungen im Bereich der Musik gibt». Und weil sie etwas Handwerkliches machen wollte. Neben der Musik gibt es nur noch etwas, für das Muster brennt: Politik. «Ich bin ein Mitglied der Juso.» Sie liebe es, mit Freunden und Bekannten über politische Themen zu diskutieren.

Nach Amerika reist Valeria Muster mit ihrer Mutter und ihrem Freund. Die Drei bleiben für eine Woche in Hollywood, im Loews Hotel, wo die Sendung «Vocal Star» gedreht wird. «Wir haben Unterlagen bekommen mit Vorschriften darüber, wie wir uns kleiden dürfen und wie wir reden sollen», sagt sie. Schwarze und weisse Kleidung seien ungern gesehen, vulgäre Sprache verboten. In der Sendung werden nur die Auftritte und das Coaching gezeigt, «keine privaten Momente».

Nervös sei sie noch nicht. «Das kommt sicher kurz bevor ich in den Flieger steige.» In Amerika werden Menschen aus 25 Ländern anwesend sein. Muster sagt:

«Vor so vielen Leuten aufzutreten, wird nicht einfach für mich. Schon vor meiner Familie zu singen finde ich schwierig.»

Sie lacht: «Aber Videos, in welchen ich auf Instagram singe hochzuladen, macht mir nichts aus.» Da sehe sie die Reaktionen der Zuschauer nicht.

Über ihre berufliche Zukunft habe sich Valeria Muster bisher noch keine grossen Gedanken gemacht. «Eine Karriere als Sängerin wäre schon cool», sagt sie, «aber ich finde auch meinen Job toll».

«Vocal Star» wird auf Amazon Prime ausgestrahlt.

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