Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Aufs Milligramm genau gemischt

Die Gemeinden luden am Donnerstag zum Gewerbeapéro ein. Dabei erfuhren die Teilnehmer viel über das Autolackieren und schicke Campingbusse.
Christof Lampart
In seinem Spritzwerk erläuterte Inhaber Bekim Kurtisi den Gästen, wie man Farben sorgfältig auf eine Fläche aufträgt. (Bild: Christof Lampart)

In seinem Spritzwerk erläuterte Inhaber Bekim Kurtisi den Gästen, wie man Farben sorgfältig auf eine Fläche aufträgt. (Bild: Christof Lampart)

Im Mittelpunkt des geselligen Anlasses, der von rund 60 Personen besucht wurde – darunter die beiden Gemeindepräsidenten Ivan Knobel, Rickenbach, und Kurt Enderli, Wilen –, standen zwei Betriebsbesichtigungen. Die Gäste statteten zum einen dem Autospritzwerk von Bekim Kurtisi an der Industriestrasse 3 einen Besuch ab. Danach machten sie, weniger Meter weiter, Halt bei den VW-Bus-Spezialisten der Carrosserie La Rocca.

Bekim Kurtisi, der sich 2004 als 22-Jähriger in Kirchberg selbständig machte und 2006 den Betrieb nach Wilen überführte, erklärte seinen Gästen, auf was es in seinem Beruf ankommt. «Man muss absolut sauber und genau arbeiten. Wenn man das nicht tut, dann sieht das der Kunde sofort.»

Farbrezepte sind klar vorgegeben

Dass die Arbeit im Spritzwerk gar nicht so einfach und die elegante, gleitende Sprühbewegung des Könners beim Anfänger alles andere als selbstverständlich ist, konnten die Besucher selbst testen – selbstredend unter den kritischen Blicken der Spritzwerk-Profis.

Im Mischlabor müssen die vier Mitarbeitenden die Farben aufs Milligramm genau mischen. «Die Rezepte sind ganz klar vorgegeben. Wenn ich versehentlich zu viel Farbpigmente in die Mischung beigebe, so muss der Computer das Ganze neu berechnen und ich wieder mehr von den anderen Farben zumischen, damit der angepeilte Farbton wieder ganz genau stimmt. Und da die Farbe teuer ist, sollte man vermeiden, Überschuss zu produzieren», sagte Kurtisi.

Dass bei der Carrosserie La Rocca fahrlässig «Überschuss» produziert wird, davon kann keine Rede sein. Wie Geschäftsführer Carmine La Rocca den Besuchern erläuterte, werden viele der liebevoll restaurierten und speziell ausgestatteten VW-Busse und -Camper nach den Wünschen der Kundinnen und Kunden hergerichtet.

Internet-Traum beisst sich oft mit der Realität

Die Arbeit sei meistens sehr schön, zuweilen aber auch aufreibend: Viele Kunden würden sich in Gedanken über Monate im Internet ihren Traum-Camper zusammenbasteln und seien überrascht, wenn sie bei der Bestellung erfahren, dass es diesen nicht einfach ab der Stange und schon gar nicht innert ganz kurzer Zeit gibt.

Wobei: «Auch das versuchen wir zu ermöglichen», erklärte La Rocca mit einem Lachen, bevor er die Gäste zum italienischen Apéro riche bat.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.