Der Kanton Thurgau stellt klar: Auch für Adventsfenster gelten Auflagen

Getränke und Speisen nur im Sitzen. Der Kanton verpflichtet ­Organisatoren von Adventsfenstern, Schutzkonzepte zu erarbeiten.

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Bild aus vergangenen Tagen: Apéro anlässlich eines Adventsfenster.

Bild aus vergangenen Tagen: Apéro anlässlich eines Adventsfenster.

Archivbild: Christian Murer

(red) Adventsfenster zählen gemäss der Covid-19-Verordnung zu den Veranstaltungen und bedürfen daher eines Schutzkonzepts. Das schreibt der Kanton am Montag in einer Mitteilung.

«Dorfvereine, Gemeinden oder Privatpersonen, welche Adventsfenster organisieren, sind zur Erarbeitung eines Schutzkonzepts für den Gesamtanlass verpflichtet.»

Das genügt jedoch noch nicht. Auch die einzelnen Adventsfenster, die zu einem bestimmten Zeitpunkt und in Anwesenheit von Publikum eröffnet werden, sind demnach als separate Veranstaltungen zu betrachten und setzen das Vorhandensein eines individuellen Schutzkonzepts voraus, heisst es in der Mitteilung weiter. Es sei ausserdem zu beachten, dass nie mehr als 50 Personen an einem Adventsfenster anwesend sein dürfen. «Nicht mitzuzählen sind dabei Personen, die bei der Durchführung mithelfen.»

Die Bestimmungen für Restaurants gelten

Auf öffentlichem Grund bestehe die Maskentragepflicht. «Die Fachstelle Covid-19 empfiehlt dringend, die Maskentragepflicht auch bei Veranstaltungen auf privatem Grund als Massnahme ins Schutzkonzept aufzunehmen.» Denn erfahrungsgemäss würden die Abstände bei solchen Treffen nicht konsequent eingehalten.

«Die Verbreitung des Coronavirus gilt es auch weiterhin mit grösstmöglicher Anstrengung zu verhindern.»

Das bekräftigt Beatrix Kesselring, Leiterin der Fachstelle Covid-19. Werden im Rahmen der Adventsfenster Getränke oder Speisen zur Konsumation vor Ort abgegeben, seien die Bestimmungen für Restaurationsbetriebe zu befolgen. Das heisst, Getränke und Speisen dürfen nur im Sitzen konsumiert werden, die Grösse von Gästegruppen darf maximal vier Personen betragen und die Sperrstunde (23 Uhr) ist einzuhalten.

Adventsfenster sind in vielen Gemeinden eine Tradition. 24 Teilnehmer gestalten im Dezember ein eigenes Adventsfenster bei sich zu Hause. Am entsprechenden Tag ist meist die Bevölkerung eingeladen. Oftmals gibt es dabei etwas zu essen und zu trinken.