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Aufgefallen im Strassenverkehr: Bürger melden Promille-Fahrer

Wer in Schlangenlinien nach Hause fährt, kann Besuch von der Polizei bekommen. Die Thurgauer Notrufzentrale etwa erhält regelmässig Meldungen über unsichere Fahrweisen.
Silvan Meile
Wer fährt, trinkt nicht. Daran halten sich nicht alle. (Archivbild: Nana do Carmo)

Wer fährt, trinkt nicht. Daran halten sich nicht alle. (Archivbild: Nana do Carmo)

Am Sonntagabend klingelt es an der Tür. Draussen steht eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau. Kurz zuvor meldete jemand bei der kantonalen Notrufzentrale die waghalsige Fahrweise einer Autofahrerin, die an dieser Adresse wohnt. Nun steht das Auto vor dem Haus. Die 44-jährige Fahrzeugbesitzerin öffnet die Tür. Den Kantonspolizisten weht eine Alkoholfahne entgegen. 2,02 Promille zeigt später das Atemluftgerät an. In diesem Zustand lenkte die Frau zuvor ihr Fahrzeug. Sofort wird ihr der Führerausweis entzogen. Weil sie das Ergebnis des Messgeräts nicht anerkennt, ordnet die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen noch eine Blutprobe an.

Kein wachsameres Auge als auch schon

Das ist kein Einzelfall. Der Blick ins Mitteilungsarchiv der Kantonspolizei Thurgau zeigt: Immer wieder melden «aufmerksame Autofahrer», wie andere Verkehrsteilnehmer durch eine unsichere und gefährliche Fahrweise auffallen. Falls die Polizei diese Lenker nicht sofort aus dem Verkehr ziehen können, trifft sie diese möglicherweise an ihrem Wohnort an.

Dass die Thurgauer für solche Beobachtungen ein immer wachsameres Auge haben, verneint die Polizei. «Wir stellen keine Zunahme solcher Meldungen aus der Bevölkerung fest», sagt Matthias Graf, Mediensprecher bei der Kantonspolizei Thurgau. Die Einsatzkräfte würden aber tatsächlich regelmässig aufgrund von Hinweisen von Automobilisten ausrücken. Dazu gehört auch, Personen zu Hause aufzusuchen, weil das auf sie eingelöste Auto anderen Bürgern negativ aufgefallen ist. «Die Einsatzkräfte klären vor Ort die genauen Umstände ab und erstellen bei Verdacht auf Fahren in fahrunfähigem Zustand einen Rapport an die Staatsanwaltschaft», sagt Graf. Diese urteilt dann schliesslich über die Schuldfähigkeit.

Ein Anruf kann Schlimmes verhindern

Hinweise aus der Bevölkerung sind für die Kantonspolizei Thurgau generell hilfreich. «Sei es eine verdächtige Beobachtung im Quartier, dem Firmengelände oder an einem öffentlichen Ort», sagt Graf. Um die Situation sofort prüfen zu können, sei die Polizei auf zeitnahe Meldungen angewiesen. Das gilt eben auch bei unsicherer Fahrweise durch einen Fahrzeuglenker, dessen Promillewert ermittelt werden muss. Dass Personen dabei zu unrecht angeschuldigt werden, stelle die Kantonspolizei Thurgau nicht fest. Vielmehr könne mit solchen Meldungen unter Umständen Schlimmeres verhindert werden. So auch dank des Autofahrers, der sich an einem Freitagvormittag bei der kantonalen Notrufzentrale meldet. «Er gab an, dass er auf der Autobahn A7 in Richtung Kreuzlingen fahre und vor ihm ein Autolenker massiv in Schlangenlinie unterwegs sei», heisst es in einer Polizeimeldung. Die ausgerückte Patrouille, die den Fahrer auf Höhe Felben anhalten kann, stellt beim 45-Jährigen sofort einen starken Geruch von Alkohol fest. Das ist ein weiterer Fall für die Staatsanwaltschaft.

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