Auf Ziegel gestossen: Der Kwattbach in Eschlikon ist freigelegt

Der Grossteil des Entwässerungsprojekts für das Industriegebiet Riet ist abgeschlossen. Am Freitagmorgen haben die Technischen Werke die betroffenen Unternehmer zur Besichtigung eingeladen.

Roman Scherrer
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Wasserbau-Ingenieur Kaspar Fröhlich informiert über die Offenlegung des Kwattbachs. (Bild: Roman Scherrer)

Wasserbau-Ingenieur Kaspar Fröhlich informiert über die Offenlegung des Kwattbachs. (Bild: Roman Scherrer)

«Bereits 1973 hat man eine Entwässerungsleitung vom Industriegebiet Riet bis zum Kiesparkplatz bei der Innoplastics gebaut», erklärte Rolf Stäheli. Der Ingenieur ist Leiter des Projekts, das eine verbesserte Entwässerung des Industriegebiets Riet zum Ziel hat . Am Freitagmorgen luden die Technischen Werke Eschlikon die betroffenen Unternehmer zur Besichtigung der grösstenteils abgeschlossenen Bauarbeiten ein.

Bis anhin habe die Entwässerungsleitung beim Parkplatz an der Hörnlistrasse aufgehört, erklärte Rolf Stäheli weiter. Nun wird eine neue Leitung mehrere Meter unterhalb der Hörnlistrasse das Wasser weiterführen. Die Entwässerung führt unterhalb der Firma Innoplastics weiter in den neu offengelegten Kwattbach, der nun als neuer Zufluss für den Ziegeleiweiher dient. «Bei der Bachoffenlegung hat es eine Überraschung gegeben», sagte Wasserbau-Ingenieur Kaspar Fröhlich. Denn obwohl man in diesem Bereich keine Informationen über Altlasten gehabt habe, sei man auf eine zehn bis 30 Zentimeter dicke Schicht Ziegel gestossen. «Und das auf der ganzen länge des Bachs. Es waren saubere Ziegel, wahrscheinlich Ausschuss von der ehemaligen Ziegeleifabrik», sagte Fröhlich.

Die kniffligsten Teile des Grossprojekts dürfte der Bau der Rohrleitungen unterhalb der Hörnlistrasse und des Bahndamms – Letztere dient dem Ziegeleiweiher als Abfluss – gewesen sein. So wurde bei diesen Arbeiten ein sogenannter Pressvortrieb angewendet. Dabei drückt eine Hydraulikpresse, die einzelnen Betonrohre nach und nach in den von Hand ausgegrabenen Tunnel. «Bei den Arbeiten unter dem Bahndamm haben sich die Geleise zwischenzeitlich um 15 Millimeter gesenkt», sagte Stäheli. Mit neuem Schotter unter den Geleisen wurde dies wieder behoben.

Vergangene Woche gelang den Bauarbeitern der Durchstoss beim Pressvortrieb unter der Hörnlistrasse. Auf der Distanz von 160 Metern sei man nur je drei Zentimeter zu tief und zu weit rechts herausgekommen als geplant, erklärt Stäheli. «Viel besser kann man das nicht machen, das ist perfekt.»
Nun stehen vor allem noch Instandstellungsarbeiten an. Im Frühling 2019 soll das Projekt ganz abgeschlossen sein.

In Eschlikon entsteht ein Tunnel in Handarbeit

Als Teil eines Entwässerungsprojekts wird beim Eschliker Ziegeleiweiher derzeit eine neue Leitung unter dem Bahndamm gebaut. Die Bauarbeiter verwenden dabei ein Verfahren, das heutzutage selten ist.
Roman Scherrer