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Auf Thurgauer Golfplätzen wird Wasser zum Luxus

Bis auf die Greens sind die Golfplätze zunehmend braun gefärbt. Das Wasser aus den betriebseigenen Quellen wird knapp und es muss teilweise Wasser zugekauft werden. Die Betreiber sind froh um jedes Regentröpfchen.
Dinah Hauser
Auf dem Golfplatz Lipperswil herrscht Dürre: Lediglich die Greens sind noch wirklich grün - der Rest ist braun vor Trockenheit. (Bilder: Reto Martin)

Auf dem Golfplatz Lipperswil herrscht Dürre: Lediglich die Greens sind noch wirklich grün - der Rest ist braun vor Trockenheit. (Bilder: Reto Martin)

Um ein gutes Spielerlebnis auf Golfplätzen zu garantieren, müssen zumindest die Abschlag- und Einlochzonen, auch Greens genannt, gut gewartet und damit grün sein. Diese werden bei der Golfanlage in Erlen mit 100 Kubikmetern Wasser pro Tag versorgt, was etwa 100'000 Litern entspricht. Clubmanager Pipo Schödler sagt:

«Die Menge wurde nun auf 60 Kubikmeter zurückgestuft, was knapp noch für die Greens reicht.»

Zusätzlich zur eigenen Quelle werden täglich noch 15 Kubikmeter zugekauft. Bis Anfang der kommenden Woche genügen die Wasserreserven aus der eigenen Quelle noch. Der Vorstand will sich am Dienstag treffen, um weitere Schritte und Massnahmen zu ergreifen.

Lipperswil könnte Bodenseewasser zukaufen

Die Golfanlage Lipperswil hat auch eigene Speicherweiher auf dem Gelände, die von einer Quelle gespeist werden. Bei normale Bedingungen müssten alle paar Tage zirka 100 Kubikmeter eingesetzt werden. Momentan kann der wegen der Trockenheit stark erhöhte Wasserbedarf von 300 Kubikmetern pro Tag für die Greens und den Abschlag noch gedeckt werden. «Wenn es noch zwei bis drei Wochen nicht regnet, wird die Lage kritisch und wir müssten Wasser zukaufen», sagt Andrea Grace, Assistant Manager der Golf Lipperswil AG. So wie im Sommer 2003, als Bodenseewasser eingekauft werden musste. Gemäss Grace können dann 250 Kubikmeter pro Tag bezogen werden.

Die Golfer reagieren auf die braunen Spielbahnen verständnisvoll. Bei beiden Anlagen gebe es keine Klagen. Wegen der Hitze versorgen die Betreiber die Spielenden mit gekühlten Getränken. In Erlen wurden die Turniere zudem in die Morgenstunden verlegt. Will dennoch jemand in der prallen Nachmittagssonne spielen, so werde er nicht davon abgehalten. «Wir appellieren an den gesunden Menschenverstand und schauen ab und zu nach dem gesundheitlichen Zustand», sagt Schödler.

Bauern trifft es härter

Die Golfplätze trifft die Trockenheit wohl weniger schlimm, als zum Beispiel die Bauern, meint Schödler.

«Diese müssen zusehen, wie ihre Felder verdorren, oder sie haben nicht genügend Wasser für ihre Tiere.»

Der Golfclub Erlen hingegen könne auf die Jahresbeiträge der Mitglieder zurückgreifen und hat so gesicherte Einkünfte.Je nach Ausmass der Schäden müssten aber Teile der Anlage werden. Andrea Grace von der Lipperswiler Golfanlage sagt: «Solange im Boden keine Risse entstehen, wird sich das Gras relativ schnell erholen.»

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