Auf Markus folgt Markus: Der Thurgauer alt SVP-Nationalrat Markus Hausammann hat ein neues Amt

Die Genossenschaft für landwirtschaftliche Investitionskredite und Betriebshilfe (Glib) hat einen neuen Präsidenten. Markus Hausammann folgt auf Markus Gubler, der viele Jahre für die Organisation tätig war.

Christof Lampart
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Markus Hausammann ist neuer Präsident der Glib.

Markus Hausammann ist neuer Präsident der Glib.

Bild: Andrea Stalder

Die Genossenschaftsmitglieder wählten in der Matzinger «Mühli» den abtretenden Präsidenten des Verbands Thurgauer Landwirtschaft und alt SVP-Nationalrat Markus Hausammann einstimmig zum Nachfolger von Markus Gubler, der nach 25 Jahren im Glib-Vorstand demissionierte. Hausammann wurde in Abwesenheit einstimmig ins Amt gehievt; seine Amtszeit beträgt drei Jahre.

Markus Gubler, abtretender Glib-Präsident.

Markus Gubler, abtretender Glib-Präsident.

Bild: Christof Lampart

Zuvor zog der abtretende Präsident Markus Gubler eine positive Bilanz über das vergangene Geschäftsjahr. Die Glib habe im 2019 13,82 Millionen Franken an neuen Investitionskrediten bewilligt. Da sich die Rückzahlungen im gleichen Zeitraum auf 15 Millionen Franken beliefen, habe man keine neuen Gelder beanspruchen müssen, sagte er.

Mehr Gesuche bewilligt

Insgesamt gingen 70 Investitionskreditgesuche bei der Glib ein, 62 wurden bewilligt. Gegenüber den 51 bewilligten Gesuchen im Jahr 2018 stellt das eine deutliche Steigerung dar. Die Zahlungsmoral, so Gubler, sei «insgesamt gut», auch wenn aktuell die Lage beim einen oder anderen Betrieb angespannt sei. Alles in allem sei die 1963 gegründete Glib eine kerngesunde Genossenschaft. «Denn der Kanton musste bei uns noch nie mit Geld einspringen», freute sich Gubler.

Der Thurgauer Regierungsrat und Glib-Vizepräsident Walter Schönholzer würdigt das Schaffen von Markus Gubler ausführlich. Dieser habe es, bei allem Sinn fürs solide Handeln bei der Kreditvergabe, stets verstanden, das Wohlergehen des Menschen im Blick zu behalten. Nicht zuletzt seines «menschlichen Gespürs» wegen seien die Ausleihungen in den zweieinhalb Jahrzehnten seines Vorstandswirkens stetig angestiegen. Beliefen sich die Kredite anfangs auf 61 Millionen Franken, so konnten diese bis heute auf 110 Millionen gesteigert – und somit fast verdoppelt werden.

Für Markus Gubler ist das Geld gut angelegt, denn die langjährigen Erfahrungen hätten gezeigt, dass «sich praktisch jeder von uns eingesetzte Investitionsfranken verdreifacht – und somit eine wirtschaftliche Bedeutung hat».