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Auf Entdeckungsreise mit dem Thurgauer Dachs

Im Thurgau eröffneten zuletzt mehrere Dachs-Trails. Ob auf Papier oder dem Smartphone, es geht um mehr als nur den Schatz am Ziel. Auf dem Weg dahin warten einige Rätsel und viele wissenswerte Infos.
Samuel Koch
Marcel Bauer, Finn, Gabi und Leon Rufer absolvieren ausgerüstet mit Plan und Dachs den Detektiv-Trail vor dem Schloss Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Marcel Bauer, Finn, Gabi und Leon Rufer absolvieren ausgerüstet mit Plan und Dachs den Detektiv-Trail vor dem Schloss Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Dies ist ein Artikel der "Ostschweiz am Sonntag". Die ganze Ausgabe lesen Sie hier: www.tagblatt.ch/epaper

Der Dachs erobert die Ostschweiz. Dabei handelt es sich aber nicht um eine tierische Invasion, sondern die Zunahme von sogenannten Dachs-Trails. Ob in Kreuzlingen, Steckborn, Diessenhofen oder Frauenfeld – alleine im Thurgau sind in den vergangenen drei Wochen nicht weniger als vier Rätselabenteuer mit dem Detektiv namens Dachs entstanden. Erfunden hat die Trails die Berner Firma MyCityHighlight.

«Der Dachs gibt immer wieder Hinweise.»

Wer sich als Schatzsucher beweisen will, muss aber nicht in die Bundeshauptstadt reisen. Denn der Erfinder arbeitet jeweils mit den örtlichen Tourismusvereinen zusammen. So engagiert sich etwa in Frauenfeld der Verein Regio Frauenfeld Tourismus. «Wir sind zufrieden, seit dem Start anfangs Mai haben schon über 80 Personen mitgemacht», sagt dessen Mitarbeiterin Ariette Bauer. Mit der Schatzkarte geht’s vom Bahnhof auf den Weg durch die Kantonshauptstadt. Bereits beim Bahnhofplatz lauert das erste Rätsel, bei welchem die Ziffer der Busnummer nach Diessenhofen notiert werden muss. Vorbei an Schloss, Kanti und Regierungsgebäude führt die Schnitzeljagd zurück zum Bahnhof. Auf der Route warten insgesamt 14 Rätsel und nebenbei viel Wissenswertes aus Gegenwart und Geschichte. «Der Dachs gibt immer wieder Hinweise», sagt Bauer. Mit den Lösungen aller Rätsel und der richtigen Berechnung eines Codes lässt sich beim Ziel im Hotel Blumenstein am Bahnhof die Schatztruhe öffnen. «Ich darf aber nicht verraten, was sich darin befindet», sagt Bauer und schmunzelt.

Selbst Einheimische stehen vor Herausforderungen

Das Prinzip des Dachs-Trails funktioniert allerorts gleich, auch wenn etwa der Trail in Kreuzlingen mit dem Velo befahren wird. «Die Orte lassen sich spielerisch entdecken», sagt Ariette Bauer, die den Frauenfelder Trail selber abgelaufen ist. Sie könne ja nicht von etwas reden, wenn sie es nicht selber ausprobiert habe. «Als Einheimische habe ich sicher anders hingeschaut», als wenn jemand Frauenfeld nicht so gut kennt. An einzelnen Posten sei aber auch sie vor Herausforderungen gestanden, gesteht sie.

«Die Orte lassen sich spielerisch entdecken»,

Entstanden ist der Frauenfelder Dachs-Trail nach einer Anfrage von MyCityHighlight 2017. Mit Stadtführerin Andrea Hofmann sei rasch eine sogenannte City-Managerin gefunden worden, die mit den Mitgliedern des Kinderrates einen Testlauf startete. «Es ist alles gut gelaufen, die Kinder waren begeistert», sagt Bauer.

Steigender Nachfrage nach Schnitzeljagden

Für MyCityHighlight, welche in der Reisebranche tätig ist, sei der Dachs-Trail ein etabliertes Produkt, wie die verantwortliche Andrea Brönnimann sagt. Die Nachfrage nach Schnitzeljagden sei momentan stark steigend, sodass zuletzt vermehrt Detektiv-Trails eröffnet wurden. Als Konkurrenz zum bekannten Foxtrail will sie diese aber nicht sehen: «Wir sind günstiger als Foxtrail und am Schluss erhält man einen Preis, der in der Schatztruhe liegt.» Eine Teilnahme kostet acht Franken pro Person. «Und wenn die Schatzkarte nicht über unsere Homepage, sondern vor Ort gekauft wird, bekommen die Tourismusbüros den Batzen.»

Landesweiter Trend

Hinter den schweizweiten Dachs-Trails, die jeweils vor Ort mit den örtlichen Tourismusvereinen organisiert sind, steht die Berner Firma MyCityHighlight AG. Nach dem Start der Dachs-Trails im Jahr 2017 in der Region Bern und Solothurn stieg deren Anzahl mittlerweile auf landesweit 20 an. Alleine in der Ostschweiz gibt es bis heute sechs Trails, derjenige in Hemberg ist derzeit in Planung und dürfte im Juni eröffnen. Pro Person kostet die Teilnahme am Dachs-Trail acht Franken, ab sechs Personen gibt es Gruppentarife. (sko)

www.detektiv-trails.com

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