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Auf den Pflug, fertig, los: Beim Thurgauer Wettpflügen in Bonau gab es die schönsten Furchen zu sehen

Wegen Regens fand die Thurgauer- und Schweizermeisterschaft im Wettpflügen nur an einem Tag statt. Der Anlass zog dennoch Toppflüger aus der ganzen Schweiz an.
Christoph Heer
Eine Frage der Präzision: Ein Teilnehmer zieht auf dem Acker seine Bahnen. (Bilder: Andrea Stalder)

Eine Frage der Präzision: Ein Teilnehmer zieht auf dem Acker seine Bahnen. (Bilder: Andrea Stalder)

Pflügen ist eine Wissenschaft für sich. Das zeigte sich am Wochenende an der Thurgauer- und Schweizermeisterschaft im Wettpflügen in Bonau. Dabei ganz wichtig ist: Mit einer gelungenen Spaltfurche legt sich ein Pflüger die Basis für einen erfolgreichen Wettkampf.

Innerhalb von 20 Minuten soll die «Spaltfuri», wie sie von den Profis genannt wird, möglichst gerade liegen, vollkommen durchgeschnitten, sauber ausgeräumt und mit einem gleichmässigen Furchendamm versehen sein. Gelingt das, steht einem erfolgreichen Pflügen nichts im Weg.

Nicht immer sind aber die Teilnehmer zufrieden mit ihrem Auftakt. So ärgert man sich über eine kleine Ungerade am Anfang der gezogenen Furche, oder es stimmt mit der Tiefe oder dem Furchendamm etwas nicht.

Eigentlich gehört Wettpflügen zu einer herausfordernden Sportart. Mensch, Maschine und Natur sollen im Einklang sein, wobei vieles von Hand abgemessen wird, denn am Ende entscheidet es der Pflüger mit seiner Konzentration und seinem Handling selbst, wie erfolgreich sein Wettkampf wird.

Beim Plauspflügen ist Manneskraft gefragt

Die Plauschwettkämpfe, das Thurgauer Wettpflügen und die Schweizer Meisterschaften finden wetterbedingt nur am Sonntag statt. OK-Mitglied Gabi Wegmüller erklärt, dass es schlicht zu nass war am Samstag:

«Hätte es gegen Mittag hin aufgehört zu regnen, wäre es wohl kein Problem gewesen, am Samstag schon zu starten.

So habe man sich aber entschlossen, alles auf den Sonntag zu verschieben. Am frühen Abend sorgte das Plauschpflugziehen für Heiterkeit. «Beim Plauschpflügen ziehen acht Männer den Pflug über eine gewisse Strecke; das war für uns Zuschauer eine echte Gaudi.», sagt Wegmüller.

Im Verlauf des Tages verfolgten immer mehr Zuschauer die Wettkämpfe.

Im Verlauf des Tages verfolgten immer mehr Zuschauer die Wettkämpfe.

Toppflüger kämpfen um Ruhm und Ehre

Toppflüger aus der ganzen Schweiz nahmen auch dieses Jahr wieder teil und kämpften um Ruhm und Ehre. Während den Wettkämpfen lag es an Urban Dörig, das im Verlauf des Tages zahlreicher werdende Publikum zu informieren. Als Pflugspezialist und Speaker weiss er ganz genau, was es auf sich hat mit Spaltfurchen, Rückschlag, Weiterpflügen, Keil, Auspflügen und Schlussfurche.

Jasmin Alpiger (22) aus St. Gallen und Ramona Bucher (20) aus Riedt bei Neerach ZH, sind zum ersten Mal hier und verfolgen das Geschehen von einem gemütlichen Schattenplatz aus. «Nur schon zuschauen ist äusserst spannend. Trotzdem würden wir es schon auch gerne mal ausprobieren, das gäbe sicher lustige Furchen», sagen die beiden.

Resultate unter: www.wettpfluegen.ch

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