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Der Spitex-Zweckverband Thurgau Nordwest ist auf dem Weg der Besserung

Bis vor kurzem war der Spitex-Zweckverband Thurgau Nordwest ein Fall für die palliative Pflege. Nun übernimmt Steckborns Noch-Stadtpräsident Roger Forrer das Präsidium. Von Auflösung ist keine Rede mehr.
Mathias Frei
Eine Spitex-Mitarbeiterin bei der Arbeit. (Bild: Benjamin Manser)

Eine Spitex-Mitarbeiterin bei der Arbeit. (Bild: Benjamin Manser)

Ende Januar hatte der Patient noch knappe zwei Jahre zu leben. Nun aber geht es gesundheitlich wieder aufwärts. Der Patient hiess Spitex-Gemeindezweckverband Thurgau Nordwest, der sich jetzt auf dem Weg der Besserung befindet. Anfang Jahr hatte die Spitex-Betriebskommission angekündigt, den Delegierten die Verbandsauflösung per Ende 2020 zu beantragen. Diesem Antrag waren die angekündigten Verbandsaustritte der Trägergemeinden Eschenz, Wagenhausen, Steckborn und Mammern vorausgegangen – ebenfalls per Ende 2020. Eine Reorganisation der ambulanten Pflege für die verbleibenden Trägergemeinden Diessenhofen, Basadingen-Schlattingen und Schlatt wäre unausweichlich gewesen. Doch nun sieht alles wieder anders aus.

Andreas Gäumann, Spitex-Präsident bis 31.Juli. (Bild: Reto Martin)

Andreas Gäumann, Spitex-Präsident bis 31.Juli. (Bild: Reto Martin)

Denn der Zweckverband bekommt per 1. August einen neuen Präsidenten. Der Rücktritt des langjährigen Präsidenten Andreas Gäumann war auf die ausserordentliche Delegiertenversammlung von vergangenem Mittwoch angekündigt gewesen. Überraschend ist, wer Gäumanns Nachfolge antritt: Roger Forrer, bis Ende Monat noch Steckborner Stadtpräsident. In der am Sonntagabend verschickten Medienmitteilung heisst es:

«Ab 1. August wird der sehr gut vernetzte Politiker die Leitung der Delegiertenversammlung und der Betriebskommission übernehmen.»

Und Forrer will den Zweckverband nicht zu Grabe tragen – im Gegenteil.

Innert Jahresfrist Strukturen unter die Lupe nehmen

Der Zweckverband solle über 2020 hinaus weiter bestehen, erklärt Forrer. Das bedeutet auch: mit mehr als drei Trägergemeinden.

«Die Spitex Thurgau Nordwest liegt mir am Herzen. Es geht mir dabei auch um die Mitarbeiterinnen, die zurzeit ein wenig in der Schwebe sind.»

Roger Forrer, Spitex-Präsident ab 1.August. (Bild Andrea Stalder)

Roger Forrer, Spitex-Präsident ab 1.August. (Bild Andrea Stalder)

Das sagt Forrer. Kurzfristiges Ziel sei es, innert Jahresfrist die Strukturen des Zweckverbands unter die Lupe zu nehmen, zu schauen, was anders läuft als in anderen Spitex-Organisationen, und über die Zukunft der Spitex Thurgau Nordwest zu diskutieren. An der ordentlichen Delegiertenversammlung diesen Frühling hat die Versammlung bereits eine Kosten- und Prozessanalyse beschlossen. Forrer erwartet ab Herbst die Umsetzung erster daraus folgender Massnahmen. Dementsprechend seien in der Rechnung 2019 noch keine grossen Auswirkungen dieser Analyse zu erwarten.

Fakt ist: Die Trägergemeinden Eschenz und Wagenhausen legen ihren Stimmbürgern den Austritt aus dem Zweckverband am 20. respektive 23. Mai zur Genehmigung vor. Zudem wird an beiden Gemeindeversammlungen auch über den Abschluss mit einer privaten Spitex-Firma befunden. Unklar ist, wie die Stimmbürger entscheiden. Der politische Wille in Eschenz und Wagenhausen jedoch geht klar Richtung Austritt. Steckborn und Mammern, die gemäss Forrer aufgrund der zweijährigen Kündigungsfrist vergangenen Dezember «vorsorglich» ebenfalls den Verbandsaustritt ankündigten, haben in ihren Rechnungsgemeindeversammlungen diesen Mai den Verbandsaustritt nicht traktandiert. Ob es an der Steckborner Budgetgemeinde im November oder Dezember eine Information für die Stimmbürger gibt, kann Forrer nicht sagen, weil er dann nicht mehr Stadtpräsident ist.

Monika Ribi, Spitex-Betriebskommissionsmitglied ab 1.August. (Bild: PD)

Monika Ribi, Spitex-Betriebskommissionsmitglied ab 1.August. (Bild: PD)

Auch in Mammern lässt man sich noch alle Optionen offen, wie Gemeinderätin Monika Ribi erklärt, die ab dem 1. August neu Mitglied der Spitex-Betriebskommission sein wird. Sie folgt auf den Mammermer Vertreter Christian Günter. Monika Ribi erklärt:

«Entweder bleiben wir über 2020 hinaus im Zweckverband, wir treten aus und arbeiten mit einem privaten Anbieter oder aber wir treten aus und versuchen, mit Steckborn zusammen ein Angebot aufzubauen.»

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