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Auch die EVP will einen Sitz im Frauenfelder Stadtrat

Die EVP nominiert den langjährigen früheren Gemeinderat Roland Wyss als Kandidaten für den Stadtrat. Die Mittepartei wittert eine Chance auf ein Comeback in der Exekutive.
Stefan Hilzinger
Roland Wyss, Stadtraskandidat der EVP. (Bild: PD)

Roland Wyss, Stadtraskandidat der EVP. (Bild: PD)

2013 sei Zeit gewesen, einer jüngeren Kraft Platz zu machen. Roland Wyss legte damals sein Amt als EVP-Gemeinderat nach elfeinhalb Jahren nieder. Nun schickt ihn seine Partei ins Rennen für einen Sitz im Stadtrat. Die Parteimitglieder nominierten den Baufachmann am Donnerstag. «Ich habe mich nie ganz aus der Politik abgemeldet», sagt Wyss. Seit den Kantonsratswahlen 2016 ist er erster Ersatzkandidat auf der EVP-Liste. Der 47-Jährige sagt:

«Ich bin seit 20 Jahren in der Politik dabei. Das Amt als Stadtrat reizt mich.»

Für die EVP würde eine Wahl von Roland Wyss ein Comeback in der Stadtregierung bedeuten. Von 1965 bis 2002 gehörte ein Mitglied der christlichen Mitte-Partei der Stadtregierung an. Nach dem Rücktritt von Peter Glatz ging der EVP-Sitz an die SVP. Weil auf Ende der laufenden Legislatur gleich drei Vakanzen bestehen, wittert die Partei Morgenluft, wie Parteipräsident Stefan Eggimann bestätigt. «Wir haben die Ausgangslage analysiert und rechnen uns durchaus Chancen aus», sagt er. Denn Exekutivwahlen seien Personenwahlen und Roland Wyss sei eine bekannte und in der Stadt bestens vernetzte Persönlichkeit.

«Mit einem kritischen Blick auf die Kosten»

Während seiner Zeit im Gemeinderat in den Jahren 2002 bis 2013 gehörte Wyss unter anderem der Geschäftsprüfungskommission Gesellschaft und Sicherheit an. Er war Mitglied der Baukommission für das Hallen-, Frei- und Sprudelbad. Hier habe er dank seines beruflichen Hintergrundes und seines kritischen Blicks auf die Kosten einen wertvollen Beitrag geleistet, schreibt die EVP.

Soviel Steuern wie nötig, so wenig wie möglich

Wyss sieht sich als Praktiker, auch in der Politik. Angesprochen auf die mögliche Erhöhung des städtischen Steuerfusses sagt er: «Das hat sich seit längerem abgezeichnet.» Er sagt, die Gemeinde sollte so viele Steuern einziehen wie nötig und so wenig wie möglich. «Aber ohne dass Leistungen abgebaut werden müssen».

Auf die Gretchenfragen nach der Notwendigkeit eines Entlastungstunnels in der Innenstadt antwortet er: «Eine Entlastung der Innenstadt ist notwendig, um mehr Raum für Langsamverkehr und öffentlichen Verkehr zu schaffen». Ob dafür nun ein Tunnel notwendig sei, könne er erst sagen, wenn nun auch die Variante Null-Plus (Verkehrslenkung und -beruhigung ohne Tunnel) hinreichend geprüft worden sei. Punkto möglichem Ressort bleibt er offen: Von der Politik her seien Soziales oder Sicherheit möglich, beruflich das Bau-Ressort.

Eingabefrist läuft noch bis 17. Dezember

Die Stadtratswahlen finden am 10. Februar statt. Als Bisherige dabei sind Stadtpräsident Anders Stokholm und Stadträtin Elsbeth Aepli (CVP), die auch von der EVP unterstützt wird. Bisher bekannte Kandidaturen für den Stadtrat sind: Stefan Leuthold (GLP), Andreas Elliker (SVP), Barbara Dättwyler (SP), Johannes Eiholzer (CH) und Fabrizio Hugentobler (FDP). Die Eingabefrist für Kandidaturen endet am 17. Dezember um 16.30 Uhr.(hil)

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