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Asylbewerber verlassen Unterkunft
an der Busswiler Hauptstrasse

Die Gemeinde schliesst keinen neuen Mietvertrag für die bisherige Asylunterkunft in Busswil ab. Die dort wohnhaften Flüchtlinge bringt sie neu in zwei Wohnungen unter.
Roman Scherrer
Das Doppelhaus an der Hauptstrasse 15 in Busswil während des Umbaus im Juni 2014 (Archivbild: Simon Dudle)

Das Doppelhaus an der Hauptstrasse 15 in Busswil während des Umbaus im Juni 2014 (Archivbild: Simon Dudle)

Acht Asylsuchende leben derzeit in der Unterkunft an der Hauptstrasse 15 in Busswil. Für das Doppelhaus hat die Gemeinde Sirnach im Juni 2014 einen befristeten Mietvertrag über vier Jahre abgeschlossen. Da der Vertrag nun Ende Juni ausläuft, hat der Sirnacher Gemeinderat die Unterbringungs-Situation neu beurteilt.

Kurt Baumann, Gemeindepräsident Sirnach

Kurt Baumann, Gemeindepräsident Sirnach

Er ist dabei zum Schluss gekommen, keinen neuen Mietvertrag für das Haus in Busswil abzuschliessen. Stattdessen sollen die acht Flüchtlinge auf zwei Wohnungen verteilt werden – eine in Sirnach und eine in Busswil. Dies nicht zuletzt, weil man grundsätzlich mit einer Entspannung in Sachen Asyl-Situation rechnet. So geht man denn auch in Sirnach davon aus, dass man künftig weniger Flüchtlinge zugewiesen erhält. Aktuell sind der Gemeinde insgesamt 28 Asylbewerber zugewiesen. "Wir liegen damit bereits über dem Soll", sagt Gemeindepräsident Kurt Baumann. Auch deshalb dürfte Sirnach in der nächsten Zeit keine neuen Flüchtlinge aufnehmen müssen. "Es macht daher keinen Sinn, weiterhin eine ganze Liegenschaft als Unterkunft zu mieten."

Grössere Flexibilität und tiefere Kosten

Von der Miete zweier Wohnungen als Asylunterkunft verspricht sich der Sirnacher Gemeinderat eine grössere Flexibilität. "Ausserdem können wir damit die Kosten für die Unterbringung senken", sagt Kurt Baumann. Ende Juni ziehen die Asylsuchenden aus der Liegenschaft an der Hauptstrasse 15 aus. Die Unterkunft habe sich bewährt, so Baumann. Obwohl es zuerst einen Informationsbedarf gegeben habe.

Er deutet damit den Widerstand einer Busswiler Gruppierung an, welche sich formierte, als sie vor vier Jahren erfahren hatte, dass die Gemeinde acht Asylbewerber im Doppelhaus unterbringen will. Die Mitglieder störten sich hauptsächlich an der mangelnden Kommunikation des Gemeinderats. Kurt Baumann begründete damals die späte Information über die neue Asylunterkunft mit dem kurzfristigen Abschluss des Mietvertrags.

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