Asiatische Küche kommt zurück ins Bichelseer Restaurant Landhaus

Der Gemeinderat von Bichelsee-Balterswil hat eine neue Pächterin für das «Landhaus» gefunden. Diese will darin thailändische Gerichte anbieten. Ob das Restaurant wie geplant per 1. Mai eröffnen kann, ist nicht sicher.  

Roman Scherrer
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Das Restaurant Landhaus in Bichelsee ist ab dem 1.Mai wieder vermietet. Ob es dann auch eröffnen wird, ist noch unklar.

Das Restaurant Landhaus in Bichelsee ist ab dem 1.Mai wieder vermietet. Ob es dann auch eröffnen wird, ist noch unklar.

(Bild: Roman Scherrer)

Mehrere Monate schon – seit vergangenem Sommer – ist es geschlossen. Nun dürfte aber bald wieder Leben ins Bichelseer Restaurant Landhaus einkehren. «Ja, wir haben eine neue Pächterin», sagt Gemeindepräsident Beat Weibel. Nachdem die Gemeinde – als Eigentümerin der Liegenschaft – und der damalige Wirt das Mietverhältnis «im gegenseitigen Einvernehmen» aufgelöst hatten, war der Gemeinderat darum bemüht, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu finden.

«Es hat sich vorher einfach nicht ergeben», erklärt Beat Weibel. Zwar habe es stets Interessenten gegeben, kaum aber etwas Konkretes. Zudem hätten nicht alle Konzepte für das Restaurant überzeugt. Nun konnte die Gemeindebehörde schlies­slich aber aus mehreren Bewerbungen aussuchen. Entschieden hat sie sich für Jael Lübbig. Die Turbenthalerin hat beantragt, das Restaurant Landhaus ab dem 1. Mai betreiben zu dürfen.

Beim Vorbeifahren habe sie gesehen, dass das Restaurant zur Vermietung ausgeschrieben ist, sagt Jael Lübbig auf Anfrage und ergänzt:

«Es wurde mir relativ schnell klar: Die Grösse und der Standort des Restaurants passen genau zu dem, wie ich es mir vorgestellt habe.»

Die künftige «Landhaus»-Wirtin kennt sich in der Gastronomie aus. Nach je einer Lehre als Restaurationsfachfrau und Kauffrau arbeitete Lübbig auch schon als Betriebsassistentin in einem Gastrobetrieb. Im August schliesse sie die Wirteprüfung ab, befinde sich also noch in Ausbildung. «Und ich komme aus einer Gastrofamilie», sagt Lübbig. So seien ihr Vater Koch und ihre Mutter diplomierte Hotelfachfrau.

Für das «Landhaus» hat Jael Lübbig bereits konkrete Vorstellungen: «Es wird ein thailändisches Restaurant werden, das war es ja auch früher schon.» Sie verweist damit auf die Familie Perera, die bis Mitte 2018 rund zehn Jahre lang ihr asiatisches Restaurant Smiling Elephant in der Liegenschaft an der Bichelseer Hauptstrasse betrieben hatte.

Speisekarte ist noch in Entstehung

«Es soll möglichst authentisch rüberkommen», erklärt Lübbig. Deshalb sei es auch denkbar, dass Ecken eingerichtet würden, in denen am Boden gegessen wird. Die Speisekarte sei noch in Entstehung, berichtet Jael Lübbig. «Es ist aber eine eher kleinere und übersichtliche Karte vorgesehen.»

Ausserdem will sie ein Mittagsmenu anbieten, welches Berufstätige auch in den teils kurzen Mittagspausen konsumieren können. Regelmässig soll im Landhaus zudem ein sogenanntes Mookata angeboten werden, ein thailändisches Fisch-Barbecue. Das Restaurant will Lübbig als Familienbetrieb führen:

«Mein Vater und meine Stiefmutter werden im Betrieb mitarbeiten. Zudem werden wir wohl noch ein bis zwei Servicemitarbeiter anstellen.»

Nun hofft Jael Lübbig, dass sie das «Landhaus» auch wie im Mietvertrag vorgesehen per 1. Mai eröffnen kann. Dass dies der Fall sein wird, ist auf Grund der aktuellen Situation mit dem Corona-Virus und den vom Bundesrat verordneten Schliessungen von Geschäften alles andere als sicher. Noch würde sie auf Anfang Mai hinarbeiten, sagt Lübbig. «Aktuell wissen wir aber nicht, wie sich die Situation entwickelt. Allenfalls muss die Eröffnung verschoben werden.»

Überlegungen in diese Richtung macht sich auch der Gemeinderat von Bichelsee-Balterswil. «Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Eröffnung wohl nicht am 1. Mai stattfinden kann», sagt Beat Weibel. «Wir müssen die Situation nun von Tag zu Tag neu beurteilen.»