Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Asbest-Fall in Frauenfeld: Die Axa zahlt Millionen

Die Asbest-Reinigung der 30 000 Thurgauer Museumsgegenstände kostet Millionen.
Die Besitzerin der asbestbelasteten Liegenschaft, in der die Kulturgüter noch eingelagert sind, steht dafür gerade.
Silvan Meile
In der Liegenschaft an der Bahnhofstrasse 55 in Frauenfeld wurde Asbest in der Bausubstanz entdeckt. (Bild: Reto Martin)

In der Liegenschaft an der Bahnhofstrasse 55 in Frauenfeld wurde Asbest in der Bausubstanz entdeckt. (Bild: Reto Martin)

Der Kanton Thurgau konnte sich im Frauenfelder Asbest-Fall mit den Axa Versicherungen auf eine Lösung einigen. Die Axa übernimmt «sämtliche Kosten für die Reinigung, Verpackung, Transport und Anlieferung sämtlicher Kulturgüter» an den neuen Lagerstandort. Das teilte die Versicherung zusammen mit dem Kanton Thurgau am Freitag mit. Die Reinigung der 30 000 Museumsstücke kommt der Axa teuer zu stehen. Die genauen Kosten dieses einzigartigen Falles seien zwar schwierig einzuschätzen, doch es werde mit einigen Millionen Franken gerechnet.

«Wir konnten mit der Axa eine gute Lösung erzielen und sind erleichtert, dass die Exponate alle fachgerecht gereinigt und gemäss Attest der involvierten Fachfirmen danach wieder bedenkenlos der musealen Nutzung und Forschung übergeben werden können. Es handelt sich bei den Kulturgütern um einen wichtigen Teil der Thurgauer Geschichte», sagt Marco Sacchetti, Generalsekretär des Thurgauer Departements für Bau und Umwelt.

Gegenstände werden zuerst gereinigt, dann gezügelt

Anfang März wurde bekannt, dass bei Sanierungsarbeiten an der Bahnhofstrasse 55 in Frauenfeld Asbest freigesetzt wurde. In der Liegenschaft der Axa war auch der Kanton eingemietet. Mehr als 70 Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung mussten daraufhin ihre Arbeitsplätze in andere Gebäude verlegen. Davon betroffen waren das Amt für Umwelt und die Kantonspolizei.

Bis auf den Keller wurde das Gebäude geräumt. Dort lagern weiterhin rund 30 000 Kulturgüter des Historischen Museums. Etwa Bilder, Schriftstücke, Uniformen, Münzen und andere Objekte. Um die krebserregenden Asbestfasern, die auf ihnen lagern dürften, nicht zu verschleppen, sollen alle Gegenstände noch vor Ort von einer Spezialfirma gereinigt werden. Danach habe man Gewähr, dass auf keinem Exponat mit Asbestfasern zu rechnen sei. Erst dann kommen sie in ein neues Depot im Bereich Frauenfeld Ost.

Der Kanton habe sämtliche Mietverträge an der Bahnhofstrasse 55 gekündigt, sagt Sacchetti. Das Amt für Umwelt wie auch die Kantonspolizei würden sich nach anderen Räumen umsehen. Die Axa bezahle auch die Zusatzkosten von rund 300 000 Franken, die beim Kanton aufgrund kurzfristiger Übergangslösungen entstanden sind.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.