In Kaltenbach ist die ärztliche Versorgung für mindestens zwanzig Jahre gesichert

In Kaltenbach bei Stein am Rhein entsteht ein Neubau mit Gemeinschaftspraxis und fünf Wohnungen. Bauherrin ist die Gemeinde.

Dieter Ritter
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Das Haus in der Schööfferwis passt sich ins Dorfbild ein.

Das Haus in der Schööfferwis passt sich ins Dorfbild ein.

(Bild: Dieter Ritter)

Der Rohbau ist fertig, die Innenwände sind montiert, die Heizung wird in den nächsten Tagen den Betrieb aufnehmen. An der Begehung, zu welcher die Bauleitung am Freitag eingeladen hatte, zeigte sich, wie weit das Projekt schon fortgeschritten ist.

Ab nächster Woche werden denn auch die Wohnungen angeboten – mit Bezugstermin 1. April 2021. Bereits Ende Februar übernimmt die Ärzte am Rhein AG offiziell das Erdgeschoss.

Das Haus passt gut ins Dorfbild. Die helle Holzverkleidung und das Satteldach lassen das Gebäude kleiner erscheinen, als es ist. Von aussen dominiert das Obergeschoss mit fünf Mietwohnungen. Die grossen Fenster wirken einladend. Statt eines Balkons hat jede Wohnung eine Loggia, denn Balkone würden die Fassade unschön unterbrechen. Im Erdgeschoss ist die Gemeinschaftspraxis untergebracht.

Fünf Ärzte mit acht Assistentinnen

Die Ärzte am Rhein AG mietet die Räume vorerst für die nächsten zwanzig Jahre. Sie wird ihre Praxis in Eschenz aufgeben. Vier Ärzte, eine Ärztin und acht Medizinische Praxisassistentinnen, davon zwei in Ausbildung, werden wie bisher einen Grossteil der ambulanten medizinischen Bedürfnisse abdecken. Ärztlicher Leiter seit 2012 ist Michael H. Lang, Sohn des Mitbegründers der Ärzte am Rhein Hansjörg Lang.

Durch die Räume führten Oliver Stihl und Marco Schüssler. Sie sind Mitarbeiter des Architekturbüros Müller und Partner AG aus Stein am Rhein und mit der Projektleitung und Bauleitung beauftragt. Die Führung begann im Erdgeschoss. Wer die Praxis betritt, wird als Erstes eine elegante Empfangstheke sehen. Neben dem Eingang rechts ist ein Raum für die Erstversorgung bei Notfällen und für Kleinchirurgie. Im Raum daneben sind die Einrichtungen für Abklärungen untergebracht – wie Labor, Ultraschall und EKG. Links geht es zu acht identischen Sprechzimmern.

Altersgerechte Wohnungen

Der Zugang zu den fünf Wohnungen ist auf der Rückseite, an der Degerfelderstrasse. Der Weg vom Parkplatz zum Hauseingang hat einen Hartbelag, und bis zum Lift und in den Wohnungen gibt es keine Stufen und keine Schwellen. Mit den breiten Durchgängen eignen sich die Wohnungen auch für Gehbehinderte. Die Räume sind lichtdurchflutet.

Für den Bau wurde ein Objektkredit von 3,5 Millionen Franken bewilligt. Dazu kommt ein Nachtragskredit von 450'000 Franken für die Tiefgarage.