Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Armut bleibt oft unsichtbar

Die Winterhilfe Thurgau hat im Geschäftsjahr 2017/18 total 412 Personen unterstützt, davon 167 Kinder.
Margrit Pfister-Kübler
Setzen sich für notleidende Personen einen: Elisabeth Hummler, Elisabeth Waeger, Andrea Giger, Sylvia Dennenmoser, Pia Lenz (Vizepräsidentin) und Liselotte Peter (Präsidentin). (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Setzen sich für notleidende Personen einen: Elisabeth Hummler, Elisabeth Waeger, Andrea Giger, Sylvia Dennenmoser, Pia Lenz (Vizepräsidentin) und Liselotte Peter (Präsidentin). (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Sie bringen Hilfe, sie schauen hin: Die Freiwilligen der Winterhilfe Thurgau um Präsidentin Liselotte Peter setzen sich mit heiterem Gemüt dafür ein, dass nicht weggeschaut, sondern geholfen wird. Doch um Hilfe leisten zu können, ist die Winterhilfe Thurgau auf Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.

Die Verantwortlichen der Winterhilfe Thurgau luden Spender und Spenderinnen auf den Arenenberg ein, um zu informieren und zu danken. «Wir haben zwei Aufgaben: Einerseits müssen wir Geld sammeln, und dann müssen wir entscheiden, wo wir dieses einsetzen», sagte Liselotte Peter. Hier spielt die Solidarität mit Menschen am Rande der Gesellschaft, damit es diesen ein wenig besser geht. «Viele ziehen sich aus Scham zurück, so bleibt die Armut unsichtbar», sagte Peter.

Fast 140 000 Franken Hilfeleistungen

Im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden 235 Gesuche eingereicht, davon 205 bewilligt. 412 Personen unterstützt, davon 167 Kinder. Die 205 Hilfeleistungen, mit gesamthaft 138230 Franken, teilten sich wie folgt auf: 24 für Einkaufsgutscheine, 30 für Bekleidung, 20 für Kinderkosten, 17 für Aus- und Weiterbildungskosten, 54 für Wohnkosten, 58 für Gesundheitskosten, 15 Ferien und Freizeit sowie sieben für Sonstiges. Hundert Arbeitstage Freiwilligenarbeit wurde geleistet.

Auch im laufenden Jahr zählten gesundheitliche, meist psychisch bedingte Probleme zu den häufigsten Gründen für eine Notlage. «Vermehrt reichten alleinstehende Personen ein Gesuch bei uns ein. Für viele waren grössere Zahnarztrechnungen eine grosse Belastung», sagte Geschäftsstellenleiterin Elisabeth Waeger.

Rund 800 000 Menschen in der Schweiz armutsbetroffen

Harald Müller von der Dachorganisation Winterhilfe Schweiz sagte: «In der Schweiz sind gegen 800 000 Menschen von Armut betroffen, vor allem in Ballungszentren.» An Abend auf dem Arenenberg stand neben den Fakten, vor allem der Dank an die Spendern – von den Sternsingern, gemeinnützigen Frauenvereine, Private, Gebauer-Stiftung bis zur Spende einer militärischen Einheit – im Zentrum.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.