Arenenberg: Wiederherstellung des Schlossparks ist auf gutem Weg

Das Projekt «vollständige Wiederherstellung des Schlossparks Arenenberg» ist finanziell auf der Zielgeraden. Etwas mehr als eine Million Franken sind zusammengekommen, um die fünf Projekte zu realisieren.

Kurt Peter
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Vom Untersee her kommend bildet die Serpentine den Zugang zum Schloss und zum Park. Sie soll saniert und neu gestaltet werden. (Bild: Kurt Peter)

Vom Untersee her kommend bildet die Serpentine den Zugang zum Schloss und zum Park. Sie soll saniert und neu gestaltet werden. (Bild: Kurt Peter)

Die Stiftung Napoleon III hat ein grosses Ziel vor Augen. Sie will auch den östlichen Teil des Arenenberger Schlossparks in den ursprünglichen Zustand, in neuen Glanz und alte Grösse bringen. Im Januar dieses Jahres präsentierte die Stiftung das Projekt und startete mit der Spendenaktion.

Knapp ein Jahr später zieht Stiftungsratspräsident Christof Baumann eine positive Bilanz: «Wir sind auf gutem Weg, bisher sind 1,018 Millionen Franken zusammengekommen». Zahlreiche weitere Gesuche seien noch hängig und deshalb sei er optimistisch, das angestrebte Ziel von 1,5 Millionen Franken bis zum Spätsommer 2019 zu erreichen.

Parkanlage ist wertvolles Kulturgut

Der bisher grösste Geldgeber ist der Lotteriefonds des Kantons Thurgau. Im Herbst sprach er der Stiftung 500000 Franken an das Projekt. Der Regierungsrat begründete den Beitrag damit, dass «die ausserordentliche und als Gartendenkmal wertvolle Parkanlage aus dem frühen 18. Jahrhundert die Schlossanlage Arenenberg als besonders wertvolles Kulturgut mit internationaler Ausstrahlung im Bodenseeraum vervollständigt.»

Das Schloss Arenenberg, welches das Napoleonmuseum beheimatet. (Bild: Nana do Carmo)

Das Schloss Arenenberg, welches das Napoleonmuseum beheimatet. (Bild: Nana do Carmo)

Die geplante zweite Etappe der Wiederherstellung ergänze und belebe den geschichtsträchtigen Ort in stimmiger Weise. Bisher haben Firmen und Privatpersonen 85000 Franken beigetragen. Neben Stiftungen und Fonds würden nun auch die Gemeinden des Bezirks Kreuzlingen und darüber hinaus angefragt, erklärt Baumann. Die Bedeutung des Arenenbergs mit dem Park gehe ja auch weit über die Region hinaus. Die Hoffnung, dass einige Gemeinden einen Beitrag leisteten, sei gross.

Umsetzung beginnt erst nach gesicherter Finanzierung

Nach wie vor sei klar, dass «wir mit der Umsetzung erst beginnen, wenn die Finanzierung sichergestellt ist». Deshalb habe der Stiftungsrat ausser der Spendenaktion noch keine weiteren Schritte eingeleitet. Es sei noch keine Baukommission gegründet worden, weil «wir erst weitere Strukturen schaffen, wenn wir das Spendenziel erreicht haben», betont Christof Baumann. Im Rahmen der vollständigen Wiederherstellung sind fünf Projekte geplant.

Die Brücke als Eingang zum Park soll ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zurückbekommen. Das Bauwerk wurde in den 1950er Jahren wegen angeblicher Baufälligkeit nahezu unkenntlich gemacht. Der Pavillon ist im Landschaftsgarten ein Gestaltungselement, das zum gemütlichen Zusammensein einlädt. Dieser soll nun wie einst natürlich in die Landschaft eingebunden sein. Die Serpentine, die vom See den Hang hinauf zum Schloss führt, soll saniert werden. Bäume sind als Gestaltungselement als Allee geplant. Der heute teilweise eingedolte Bach wird wieder geöffnet und schliesslich sieht das Projekt eine Neuführung des Wanderwegs vor. Aktuell führt dieser über den Parkplatz.