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Architektin und Künstlerin Cornelia Bein ist Steckbornerin des Jahres 2018

Der Steckborner Stadtrat ehrt Bein unter anderem wegen ihrer Verdienste für den Wiederaufbau der Ende 2015 abgebrannten Altstadthäuser.
Stefan Hilzinger
Cornelia Bein von der Stiftung Ortsbild an der Pressekonferenz zur Vorstellung des Siegerprojekts für die Wiederinstandstellung der niedergebrannten Altstadthäuser in Steckborn. (Bild: Reto Martin, 12. Dezember 2016)

Cornelia Bein von der Stiftung Ortsbild an der Pressekonferenz zur Vorstellung des Siegerprojekts für die Wiederinstandstellung der niedergebrannten Altstadthäuser in Steckborn. (Bild: Reto Martin, 12. Dezember 2016)

Bald jährt sich der verheerende Brand in der Steckborner Altstadt zum dritten Mal – und noch immer klafft die Lücke unübersehbar an der Seestrasse. Cornelia Bein muss etwas geahnt haben, als sie in der Woche nach dem Brand vom 21. Dezember 2015 zu dieser Zeitung sagte: «Das ist absolut tragisch für alle. Das wird Jahrzehnte dauern bis das verdaut ist.»

Unter anderem für ihre Beharrlichkeit hat der Steckborner Stadtrat die Architektin und Künstlerin an der Budgetversammlung diesen Mittwoch als «Steckbornerin des Jahres 2018» ausgezeichnet. Die Wahl sei dem Stadtrat leicht gefallen, auch weil er entsprechende Vorschläge aus der Bevölkerung erhalten habe, sagte Stadträtin Doris Bachmann in ihrer Laudatio. Gründe für die Ehrung gebe es genug.

Stolpersteine aus dem Weg geräumt

Selbst zwar vom Brand betroffen, ist es Bein als Vertreterin der vom Brand betroffenen Hausbesitzer in der Wettbewerbsjury mit zu verdanken, dass schon ein Jahr nach dem Brand ein Siegerprojekt für den Wiederaufbau habe gekürt werden können. Bein sei umsichtig, lasse nicht locker, sie weiche Konflikten nicht aus und habe auf dem schwierigen Weg zum Wiederaufbau der Baulücken immer wieder Stolpersteine aus dem Weg geräumt, sagte Bachmann.

Als Mitglied der Stiftung Ortsbild sei sie auch eine kluge Beraterin in Gestaltungsfragen, etwas wenn es um Farbwahl gehe. Das sei nicht immer einfach, weil die Geschmäcker ja bekanntlich verschieden seien. «Auch da lässt sie nicht locker, bis es eine Lösung gibt», sagte Bachmann.

Cornelia Bein zog vor 15  Jahren aus St. Gallen an den Untersee. Sei habe schon länger davon geträumt, in die Nähe des Wassers zu ziehen. Sie kaufte sich ein Altstadthaus an der Kirchgasse und renovierte es. Regelmässig finden in der Kulturwerkstatt «Zum Obern Haus» seither Ausstellungen, Konzerte oder Lesungen statt. Auch dafür zeichnet sie der Stadtrat nun aus.

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