Archäologie
«Einige Rätsel bleiben wohl für immer ungelöst»: Ein aussergewöhnlicher Fund aus der Bronzezeit entzückt die Thurgauer Archäologen

Ein Sondengänger hat in einem Waldstück in der Gemeinde Wagenhausen eine bewilligte archäologische Erkundung durchgeführt. Dabei ist er auf einen aussergewöhnlichen Fund aus der Spätbronzezeit gestossen.

Hans Suter
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Wie um zirka 1200 vor Christus hingelegt, wurde es etwa 3200 Jahre später aufgefunden: das bronzezeitliche Depot von Etzwilen.

Wie um zirka 1200 vor Christus hingelegt, wurde es etwa 3200 Jahre später aufgefunden: das bronzezeitliche Depot von Etzwilen.

Bild: AATG

Eines Tages in der Spätbronzezeit, etwa 1200 Jahre vor der Geburt Jesu Christi: Ein Mensch oder eine Menschengruppe begibt sich auf eine Anhöhe im heutigen Tättebüelwald bei Etzwilen in der Gemeinde Wagenhausen. In einer kleinen Vertiefung im Erdreich werden Gegenstände aus Bronze deponiert: sieben einfache und bandförmige Ringe, eine Pfeilspitze, drei Nadelschaftfragmente, zwei Binningernadeln, zwei rundstabige Arm- oder Fussreife mit Fischgrätemotiv, eine blecherne Armspange, sechs Drahtspiralen, ein mit Draht umwickelter Bronzeschaft und ein lanzettenförmiges Blech mit Punktverzierung. So zumindest sollte sich das Depot einem späteren Finder offenbaren. Dass dieses kleine Vermögen über eine sehr lange Zeit hier verbleiben würde, war wohl nicht beabsichtigt.