ARA Aadorf: Der Baustart für das 16-Millionen-Projekt ist erfolgt

Bei strömendem Regen fand der offizielle Baustart für die Erweiterung der Aadorfer Abwasserreinigungsanlage statt. Die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich 2023.

Christoph Heer
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Aadorfs Gemeindepräsident und Abwasserzweckverbandspräsident Matthias Küng und Baukommissionspräsident Bruno Lüscher enthüllen die Bautafel. (Bild: Christoph Heer)

Aadorfs Gemeindepräsident und Abwasserzweckverbandspräsident Matthias Küng und Baukommissionspräsident Bruno Lüscher enthüllen die Bautafel. (Bild: Christoph Heer)

Es musste fast so kommen. Zum Baustart des Grossprojektes «Erweiterung Biologie und Neubau Elimination Mikroverunreinigung» auf dem Areal der Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Aadorf, schüttete es am Dienstag aus allen Kübeln. Nichtsdestotrotz versammelten sich Klärmeister, Gemeindepräsidenten und Gemeinderäte der vier Verbandsgemeinden, Vertreter vom Amt für Umwelt des Kantons Thurgau, Planer und Baumeister.

«Nach mehrjähriger Vorbereitung und der Projekt- und Kreditgenehmigung im Herbst letzten Jahres, steht nun der Verwirklichung dieses Grossprojektes für die ARA in Aadorf nichts mehr im Weg», sagt Baukommissionspräsident Bruno Lüscher.

Der ehemalige Verbandspräsident sei es auch, der schon vor langer Zeit das richtige Gespür hatte und den Handlungsbedarf am Standort der ARA Aadorf erkannt hatte, sagte Irene Purtschert, Abteilungsleiterin Abwasser beim kantonalen Amt für Umwelt. Sie ergänzt:

«Es ist ein enorm wichtiges Projekt im Dienste unseres Wasserschutzes. Dementsprechend sind die knapp 16 Millionen Franken absolut nötig und sinnvoll eingesetzt.»

Bruno Lüscher hat zwar das Amt des Verbandspräsidenten – nach 27 Jahren – unlängst an Aadorfs Gemeindepräsident Matthias Küng weitergegeben. Als Baukommissionspräsident wird er das Grossprojekt aber bis zur Fertigstellung, voraussichtlich im Jahr 2023, begleiten.

2,6 Millionen Kubikmeter pro Jahr gereinigt

Aus dem Einzugsgebiet der vier Verbandsgemeinden Eschlikon, Bichelsee-Balterswil, Hagenbuch, Aadorf sowie aus Teilgebieten von Elgg laufen in der ARA Aadorf Flüsse und Bäche aus 140 Kilometern zusammen. Gereinigt werden jährlich rund 2,6 Millionen Kubikmeter Wasser.

Mit der Vergrösserung der Biologie sollte bis im Jahr 2040 die Wasserreinigung, für die auf jenen Zeitpunkt berechneten 27'000 Einwohner, gegeben sein. Aktuell liegt man im Einzugsgebiet bei rund 21'000 Einwohnern. Heute bezahlt jeder Einwohner neun Franken pro Jahr an den Abwasserzweckverband, dieser Betrag entfällt, sobald alle Bautätigkeiten, Erweiterungen und Ausbauten beendet sind und der Betrieb aufgenommen wurde.