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Anlaufstelle für Mietfragen in Hüttlingen bewahrt vor Knatsch

Die Gemeinde unterhält seit kurzem eine Anlaufstelle für Fragen rund ums Mietrecht. Das geschieht im Auftrag von zehn Gemeinden der Region Frauenfeld, die gemeinsam eine Schlichtungsstelle führen.
Stefan Hilzinger
Mietvertrag auf Tisch mit Taschenrechner und Brille. (Bild: Archiv TZ)

Mietvertrag auf Tisch mit Taschenrechner und Brille. (Bild: Archiv TZ)

Die frohe Botschaft überbrachte Gemeindepräsident Florian Ibig schon an der Gemeindeversammlung vor einem Monat: In Hüttlingen ist künftig die Anlaufstelle für Fragen zu Mietsachen für zehn Gemeinden der Region Frauenfeld angesiedelt. Seit kurzem ist der Vertrag dazu unter Dach und Fach, wie die Regio Frauenfeld am Dienstag in einem Communiqué mitteilte.

Sandra Pfister. (Bild: PD)

Sandra Pfister. (Bild: PD)

Erste Ansprechperson in Mietsachen ist die Hüttlinger Bau- und Steuerverwalterin Sandra Pfister. Sie nimmt ab sofort Fragen von Mietern und Vermietern entgegen. Laut Regio-Geschäftsführerin Brigitte Fürer ermögliche die Anlaufstelle eine «unkomplizierte Erst- und Rechtsberatung». Einfachere Fragen und Uneinigkeiten zwischen Mieter und Vermieter sollten so niederschwellig geklärt werden können, ohne dass die örtliche Schlichtungsstelle formell zusammentreten muss.
Die gemeinsame Schlichtungsstelle in Mietsachen besteht seit 2011, seither ist Ruedi Buzek Präsident der Einrichtung. Er ist einstiger Präsident der Thurgauer SP und war Bezirksrichter. Die Gemeinden sind verpflichtet, eine solche Stelle zu führen, die in etwa auf Stufe eines Friedensrichters angesiedelt ist. In der Schlichtungsbehörde sind weiterhin die Mieter- und Vermieterseite als Mitglieder aus den politischen Gemeinden vertreten. Der Präsident der Schlichtungsbehörde ernennt aus diesem Pool jeweils Teilnehmende für die Verhandlungen.

Mietzins und Nebenkosten sind die Klassiker

Ruedi Buzek spricht von rund 30 Verhandlungen jährlich, wobei die meisten Mietsachen wenig zu tun geben, einige aber viel. Die Zahl der Fälle schwanke von Jahr zu Jahr. «In 90 Prozent der Fälle unterzeichnen die Parteien am Schluss des Gesprächs eine Vereinbarung.»
Die Klassiker bei den Auseinandersetzungen von Vermietern und Mietern seien einerseits die Höhe des Zinses und andererseits die Nebenkostenabrechnungen. «Aktuell sind es die Mieter, die eine Senkung des Zinses wünschen». Die neu geschaffene Anlaufstelle soll ihn als Präsidenten entlasten. «Häufig geht es noch gar nicht um einen Konflikt, sondern einfach darum, dass Mieter und Vermieter wissen wollen, wie die betreffende Sache rechtlich korrekt gehandhabt wird», sagt Buzek weiter. Es gebe in der Region beispielsweise viele Vermieter mit nur einem oder zwei Mietobjekten, denen Erfahrung oder Routine fehle. «Sie bemühen sich um Korrektheit, und hier kann die Anlaufstelle helfen.»

Ein Wechsel im Präsidium zeichnet sich ab

Mit der Anlaufstelle soll mittelfristig auch entsprechende Fachkompetenz in der Sache aufgebaut werden. «Mit Sandra Pfister haben wir eine engagierte und interessierte Person für diese Anlaufstelle gefunden», schreibt die Regio. Allerdings ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Gemeinden eine Nachfolge für Buzek suchen müssen. «Dank der Entlastung durch die Anlaufstelle kann ich die Arbeit nun sicher noch ein paar Jahre machen», sagt er. Die Stelle schaffe gute Voraussetzungen für einen bevorstehenden Wechsel im Präsidium, heisst es seitens Regio.

Zehn Gemeinden machen mit

Seit 2011 gibt es eine regionale Schlichtungsstelle für das Mietwesen in der Region Frauenfeld. Präsident ist Ruedi Buzek aus Dettighofen (heute in Winterthur). Bisher teilten sich neun Gemeinden die Schlichtungsstelle, nun sind es deren zehn: Felben-Wellhausen, Herdern, Homburg, Hüttlingen, Hüttwilen, Müllheim, Neunforn, Pfyn, Warth-Weiningen und neu Uesslingen-Buch. Pro Gemeinde vervollständigen ortsansässige Vermieter und Mieter das Gremium. Die Initiative für die regionale Zusammenarbeit ist aus dem Projekt «effiziente Gemeinden als Faktoren der wirtschaftlichen Entwicklung» der Regionalplanungsgruppe Regio Frauenfeld hervorgegangen. Die Anlaufstelle ist unter Telefon 058 346 26 46 oder E-Mail sandra.pfister@huettlingen.ch zu erreichen.

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