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Eschliker Grüne sammeln Unterschriften für Verkehrsberuhigung auf der Kantonsstrasse

Die Grüne Ortspartei sieht den Verkehr auf der Eschliker Bahnhofstrasse als Gefahr für Fussgänger und Velofahrer. Deshalb startet sie eine Petition für verkehrsberuhigende Massnahmen.
Roman Scherrer
An der Eschliker Bahnhofstrasse verkehren jeden Tag zwischen 10'000 und 12'000 Fahrzeugen. (Bild: PD)

An der Eschliker Bahnhofstrasse verkehren jeden Tag zwischen 10'000 und 12'000 Fahrzeugen. (Bild: PD)

Auf dem östlichen Abschnitt der Eschliker Bahnhofstrasse verkehren täglich über 12'000 Fahrzeuge. Im westlichen Teil sind es immer noch über 10'000. Das zeigt die Statistik des kantonalen Tiefbauamts. Der Durchgangsverkehr ist den Eschliker Grünen ein Dorn im Auge. Deshalb startet die Ortspartei nun eine Petition, die den Gemeinderat auffordert, für die Bahnhofstrasse verkehrsberuhigende Massnahmen zu planen und umzusetzen.

«Am Freitag starten wir mit der Unterschriftensammlung», sagt Kantonsrat und Präsident der Grünen Eschlikon, Kurt Egger. Das 15-köpfige Petitionskomitee nützt nämlich die Gewerbeausstellung Eschlikon-Wallenwil (ESWA), um für ihr Anliegen zu werben. In erster Linie gehe es den Petitionären um die Sicherheit und die Attraktivität des Dorfes, erklärt Kurt Egger.

Mehr Verkehr wegen Umfahrung befürchtet

Durch die Zunahme des Verkehrs in den vergangenen Jahren sei die Strasse viel gefährlicher geworden – nicht zuletzt wegen der gestiegenen Anzahl Lastwagen. Das führe dazu, dass die Wege im Dorf nur wenig zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegt werden. Und mit der Eröffnung der Umfahrung Spange Hofen in Sirnach «dürfte der Verkehr weiter zunehmen», heisst es auf dem Petitionsbogen.

Zudem müsse man in der Gemeinde Eschlikon mit einem weiterhin starken Wachstum der Bevölkerung rechnen, was wiederum zu mehr Verkehr führe. «Derzeit sind bei uns 15 Mehrfamilienhäuser im Bau. Der Verkehr auf der Bahnhofstrasse ist deshalb ein Thema, das zuoberst auf der Traktandenliste stehen sollte.»

Münchwiler Konzept als Beispiel

Verkehrsberuhigende Massnahmen auf einer Kantonsstrasse sind nicht üblich. Kurt Egger sieht das Konzept für eine neu gestaltete Ortsdurchfahrt in Münchwilen als gutes Beispiel für die Eschliker Bahnhofstrasse. Dieses sah etwa vor, die Hauptstrasse durch anderthalb Meter breite Radstreifen sicherer zu machen.

Vor knapp einem Jahr versenkten die Münchwiler Stimmbürger die Vorlage deutlich. Allerdings beinhaltete sie auch ein Tempo 30 auf der Hauptstrasse, was in Eschlikon zwar in den Quartieren ein Thema ist (siehe Zweittext); nicht aber in der Petition der Grünen zur Bahnhofstrasse.

Kurt EggerPräsident der Grünen Eschlikon

Kurt Egger
Präsident der Grünen Eschlikon

Dass ein solches Projekt nicht einfach durchzubringen ist, dessen ist sich Kurt Egger bewusst:

«Es stellt sich auch die Frage, wie weit man gehen kann mit der Verkehrsberuhigung auf einer Kantonsstrasse.»

Mit der Petition wolle man das Thema nun frühzeitig an die Öffentlichkeit bringen. «So kann eine Diskussion darüber ausgelöst werden. Unser Anliegen erhält so überhaupt eine Chance», sagt Egger.

Bereits erfolgreich mit Unterschriften-Sammlung

Mit dem Instrument der Petition haben die Eschliker Grünen jedenfalls schon gute Erfahrungen gemacht. So haben sie dem Eschliker Gemeinderat im Januar 2015 eine Petition mit 424 Unterschriften für die Einführung einer Grünabfuhr eingereicht. Nach Zustimmung der Gemeindeversammlung wurde ein entsprechendes Angebot im Frühjahr 2016 eingeführt. Für die Verkehrsberuhigung an der Bahnhofstrasse sammelt die Ortspartei nun bis Ende Jahr Unterschriften.

Parkverbote und Tempo 30

Das kantonale Tiefbauamt hat dem Antrag des Eschliker Gemeinderats zugestimmt, an der Mettlenstrasse – von der Wallenwiler- bis zur Rietstrasse – und auf der ganzen Länge des Lindenwegs ein Parkverbot einzuführen. Mit dem Antrag sei die Gemeindebehörde in erster Linie auf die Wünsche der Einwohner eingegangen, sagt Gemeindepräsident Hans Mäder. Gegen die Massnahme kann nun während 20 Tagen Einsprache beim Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau eingereicht werden. Gehen keine Einsprachen ein, werden die Parkverbote anschliessend öffentlich aufgelegt, wie der Gemeinderat in seiner Mitteilung schreibt.

Info-Veranstaltung zu Massnahmen im Oberdorf

Mittlerweile hat die Gemeinde auch ein Gutachten für eine Tempo-30-Zone im Eschliker Oberdorf – inklusive Lindenweg – erstellen lassen. Über diese Massnahme wird die Bevölkerung am 28. November im Mehrzwecksaal Bächelacker informiert.

Auf die ursprünglich vorgesehenen neu eingezeichneten Parkfelder an der Rosenstrasse, die für ein geordnetes Parkieren sorgen sollten, wird hingegen verzichtet – zumindest vorläufig. «Die berechtigten Bedenken des kantonalen Tiefbauamtes bezüglich der eingeschränkten Sichtbermen» hätten die Kommission Strassenwesen der Gemeinde dazu bewogen, die Massnahme mit einer allfälligen Tempo-30-Zone auf der Rosenstrasse neu zu beurteilen, heisst es in der Mitteilung des Gemeinderats.

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