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«Angetreten, Rekrutin Vetsch!»: Die Moderatorin in der RS

Mit 43 Jahren ist Moderatorin Mona Vetsch noch nicht zu alt für die Rekrutenschule. In der SRF-Sendung «Mona mittendrin» kommt sie nicht nur an ihre physischen Grenzen.
Dinah Hauser
Rekrutin Vetsch meldet sich bei der Kaserne Herisau zum Dienst. (Bild: SRF/PD)

Rekrutin Vetsch meldet sich bei der Kaserne Herisau zum Dienst. (Bild: SRF/PD)

Drei Tage, eine Reise, null Plan: Mona Vetsch verschlägt es wieder einmal unvorbereitet an verschiedene Orte, die sie an ihre psychischen und physischen Grenzen bringen. In der dritten Staffel der SRF-Sendung «Mona mittendrin» tritt sie mit 43 Jahren in die Rekrutenschule in Herisau ein und besucht das Paraplegiker-Zentrum in Nottwil. Danach begleitet sie DJ BoBo bei seinen Proben für die neue Show und schliesslich blickt sie in der Akutstation der Psychiatrischen Universitätsklinik Bern hinter die Kulissen.

Vor jeder neuen Sendung schlafe Vetsch jeweils sehr schlecht: «Es ist eine Mischung aus Vorfreude und Angst.» Wenn es dann aber losgeht, habe die Thurgauerin keine Zeit mehr zum Überlegen. «Als ich in Herisau vom Militär abgeholt wurde, wäre ich aber am liebsten davongerannt», sagt Vetsch.

Im Freien schlafen bei Minustemperaturen

Stattdessen landete sie im feldgrünen Anzug, mit Rucksack und Sturmgewehr bei der Infanterie-Rekrutenschule 11. In einer Häuserkampf-Ruine musste sie auf dem Betonboden im Schlafsack übernachten – bei Minustemperaturen. «Das ging besser, als ich gedacht hätte», sagt Vetsch. Ein Vorgesetzter hat geraten, mit den Schuhen in den Schlafsack zu steigen. «Wer das nicht tat, hat sich am Morgen fast die Füsse abgefroren.»

In der Psychiatrie sei die 43-Jährige aus Wäldi dann über ihre eigenen Vorurteile gestolpert. Sie habe es sich viel «extremer» vorgestellt. «Aber dann traf ich auf so viele Leute, die ‹normal› wirkten. Ich begriff am Anfang gar nicht, wer hier Patient und wer Besucher oder Pflegende ist.» Sie betont:

«Eine psychische Krise kann jeden von uns treffen, und es ist Zeit, dass wir mit den ‹Klapsmühlen-Klischees› endlich aufräumen.»

Bei DJ BoBo musste Mona Vetsch zu ihrem Glück nicht auf der Bühne tanzen oder singen. Dafür bekam sie als Feuerwerk-Fan den Traumjob: «Ich durfte Pyro-Effekte auslösen.» Jedoch waren eine Stunde vor der Premiere weder die Kostüme fertig, noch funktionierten die fliegenden Roboter. «Die Anspannung bei BoBo und seinem Team war enorm – da gab es auch mal Knatsch.»

Viel Stärke und Wille im Paraplegiker-Zentrum

Am meisten Eindruck hinterlassen habe das Paraplegiker-Zentrum. Da war zum Beispiel der dreifache Vater Jürg Rusch, der unbedingt auf seinen eigenen Beinen das Zentrum verlassen wollte. Ein Gleitschirmunfall liess in partiell gelähmt zurück. Während der Rehabilitation begann er aber, seine Beine wieder zu spüren. Auch eine Tetraplegikerin blieb Vetsch in Erinnerung. Sie führt trotzdem ihren Reiterhof weiter.

«So viel Stärke und Kampfeswille.»

Vetsch drückt ihren Respekt auch den Angehörigen aus: «Auch sie leisten Unglaubliches, um dem Schicksal die Stirn zu bieten.»

Hinweis
Die erste Folge der neuen Staffel von «Mona mittendrin» wird am Donnerstag 21. März um 21.05 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

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