Anfuhr von Zuckerrüben in Frauenfeld dauert bis nach Neujahr

Erstmals zieht sich die Verarbeitungskampagne in der Zuckerfabrik Frauenfeld ins neue Jahr hinein. Einer der Gründe dafür sind stark verschmutzte Rüben.

Stefan Hilzinger
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In diesem Jahr sind die Landwirte besondern lang mit Verladen und Transport der Zuckerrüben in die Fabrik beschäftigt. Das Bild zeigt eine «Rübenmaus» an der Arbeit.

In diesem Jahr sind die Landwirte besondern lang mit Verladen und Transport der Zuckerrüben in die Fabrik beschäftigt. Das Bild zeigt eine «Rübenmaus» an der Arbeit.

(Bild: Christian Beutler/Keystone)

Premiere für die Zuckerfabrik Frauenfeld: Erstmals dauert die Verarbeitungskampagne über den Jahreswechsel. «Die Rübenanfuhr dauert mindestens bis zum 3. Januar», bestätigt der Frauenfelder Werkleiter Joachim Pfauntsch eine Meldung der «Bauernzeitung», wonach die betroffenen Rübenproduzenten Anfang Woche über die Verlängerung der Anfuhr bis über Neujahr informiert worden sind.

Werkleiter Joachim Pfauntsch

Werkleiter Joachim Pfauntsch 

(Bild: Thi My Lien Nguyen)

Ein Teil der Rüben wird zwar weiterhin per Bahn in die Fabrik transportiert, der grösste Teil der noch ausstehenden Rübentransporte findet jedoch auf der Strasse statt. Auch im Schwesterwerk in Aarberg dauere die Kampagne bis nach Neujahr, sagt Pfauntsch. Es habe früher schon extralange Kampagnen gegeben, allerdings habe man damals jeweils früher begonnen und sei meist vor den Festtagen fertig geworden.

Laut Pfauntsch gebe es zwei Gründe für die Verlängerung der Kampagne. Einerseits die hohen Erntemengen, die so nicht erwartet worden seien, und andererseits die starke Verschmutzung der Rüben durch Erde, was die Verarbeitung erschwere. «Es gab im Oktober sehr viel Niederschlag, die Felder waren durchnässt, entsprechend verschmutzt kamen die Rüben aus dem Boden», erklärt Pfauntsch. Mit dem zuletzt wieder trockenen Wetter habe sich die Situation wieder verbessert.