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Andreas Gäumann verzichtet auf zweiten Wahlgang in Steckborn

Pfarrer Andreas Gäumann nimmt nicht am zweiten Wahlgang ums Steckborner Stadtpräsidium teil. Sein Rückstand auf Roman Pulfer und Markus Kuhn sei zu gross, um diesen aufzuholen.
Stefan Hilzinger
Mit diesem Sujet warb Andreas Gäumann für seine Wahl zum Steckborner Stadtpräsidenten. (Bild. PD)

Mit diesem Sujet warb Andreas Gäumann für seine Wahl zum Steckborner Stadtpräsidenten. (Bild. PD)

Die Steckborner wählen kaum SP und sie wählen auch keinen Pfarrer. Darum bleibt Andreas Gäumann, was er bisher war: Pfarrer der reformierten Kirchgemeinde Steckborn. «Es gibt keinen Plan B oder C», sagt Gäumann. Der SP-Mann erzielte vergangenes Wochenende nur das drittbeste Resultat um die Nachfolge von Stadtpräsident Roger Forrer.

Am späten Mittwochabend verschickte Gäumann nun eine Mitteilung, in der er bekanntgibt, dass er auf die Teilnahme am zweiten Wahlgang verzichtet. Somit verbleiben noch der Frauenfelder Jurist Roman Pulfer von der FDP und der parteilose Lehrer Markus Kuhn aus Steckborn im Rennen. Die genaue Analyse der Wahlresultate zeige ihm, dass der Rückstand auf die verbleibenden zwei Bewerber kaum mehr aufzuholen sei und damit auch der zweite Wahlgang voraussichtlich nicht zum Erfolg führen würde, schreibt Gäumann in der Mitteilung:

«Mir fehlte auch die Unterstützung von Vereinen und Organisationen ausserhalb der Politik.»

«Die SP hat in Steckborn halt einen eher schweren Stand. Viele werden sich auch gesagt haben: ‹Er ist Pfarrer und nicht Politiker›.» Mit Eduard Minder stellten die Sozialdemokraten am Untersee zwar schon einmal den Gemeindepräsidenten. Doch das seien noch andere Zeiten gewesen, als es im Städtchen noch viel mehr Arbeiter gehabt habe als heute, etwa bei der «Bernina» oder der Kunstseide-Fabrik.

Am Engagement habe es nicht gelegen

Gäumann führte einen sichtlich engagierten Wahlkampf, nachdem er seine Kandidatur als Erster im April vergangenes Jahr bekanntgegeben hatte. Am Engagement von ihm und seinen gut hundert Supportern könne es nicht gelegen haben. Die Enttäuschung über das für ihn unerwartet schlechte Abschneiden ist auch am Donnerstag danach noch spürbar. «Trotz des Wahlausgangs habe ich in diesen zehn Monaten viel profitiert, vor allem von Begegnungen an Anlässen und Standaktionen», sagt Gäumann. Seine 272 Stimmen bezeichnet er als «eindrücklichen Vertrauensbeweis».

Um die Nachfolge von Stadtpräsident Roger Forrer (SVP) bewarben sich am vergangenen Wahlsonntag vier Kandidaten. Die meistens Stimmen erzielte Roman Pulfer (386), gefolgt von Markus Kuhn mit 344 Stimmen. Auf dem vierten Platz hinter Gäumann landete Moritz Eggenberger mit 178 Stimmen. Der parteilose Eggenberger, der auf der Steckborner Bauverwaltung arbeitet, verzichtete noch am Wahlsonntag auf eine Teilnahme am zweiten Wahlgang.

Hinweis:
Der zweite Wahlgang findet am 17. März statt

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