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Grün bis in die Stadtmitte: Das ist die Vision des neuen Frauenfelder Stadtrats Andreas Elliker

Artenvielfalt: Der neue Stadtrat Andreas Elliker will nicht nur planen, sondern umsetzen – zum Beispiel Vernetzungsräume in ganz Frauenfeld. So sollen Tiere die Stadt durchqueren können.
Mathias Frei
In der grünen Lunge Frauenfelds: Stadtrat Andreas Elliker. (Bild: Andrea Stalder)

In der grünen Lunge Frauenfelds: Stadtrat Andreas Elliker. (Bild: Andrea Stalder)

Zwei Herzen, ach, schlagen in seiner Brust – und sie schlagen im Einklang. Als Landwirt ist für ihn Artenvielfalt bereits heute ein wichtiges Thema. Und auch als Stadtrat will sich Andreas Elliker für eine nachhaltig grünere Stadt einsetzen.

«Wir haben mit der Murg eine grüne Lunge, die unsere Stadt durchfliesst Richtung Naturschutzgebiet Allmend.»

Das sagt Elliker als Vorsteher des Departements für Bau und Verkehr. Dazu komme der Murg-Auen-Park, der als grüner Finger fast bis ins Stadtzentrum reiche. Begrünung im Allgemeinen sei für eine Stadt wichtig. Denn:

«Die Pflanzen kühlen den Stadtraum ab.»

Seine Vision sind ökologische Vernetzungsräume, also bewusst ausgeschiedene Grünflächen, damit Tiere gewissermassen die Stadt durchqueren können. Aus seiner Arbeit als Landwirt weiss er: «Es ist unglaublich, wie viele Tiere man in extensiv genutzten Wiesen findet, die man erst nach dem 15.Juni mähen darf.» Wie Stadtrat Elliker sagt, gibt es bereits heute geeignete Grünflächen, die aber einer ökologischen Aufwertung bedürften.

«Der Ort muss dafür geeignet sein, und solche zukünftige Aufwertungsmassnahmen müssen stets im Sinne des Gemeinderats sein, auch in finanzieller Hinsicht.»

Anreize schaffen, damit Private aktiv werden

Biodiversität findet für Elliker aber nicht nur auf öffentlichem Grund statt. «Auch Private können ihren Beitrag dazu leisten.» Wichtig sei dabei aber, Privatpersonen keine derartige Massnahmen aufzuzwingen. Vielmehr müsse man ihnen einen Anreiz bieten, über das normale Mass eines Kleingartens hinaus selber aktiv zu werden. Das Gärtnern an sich sei sicher ein schönes Hobby und könne möglicherweise auch für das Thema der Biodiversität sensibilisieren. Aber vielfach sei es halt vor allem fürs Auge.

Andreas Elliker ist seit 116 Tagen im Amt

«Ich fühle mich wohl als Stadtrat», meint Andreas Elliker. Anfangs Juni hat er dieses Amt angetreten. Die Arbeit mache ihm Freude. Er versuche, für die Mitarbeiter seines Departements nahbar zu sein, sich für ihre Anliegen zu interessieren und immer ein offenes Ohr zu haben. «In vielen Belangen sind aber meine drei Amtsleiter erste Ansprechpartner.» Elliker verliert nur gute Worte über die Zusammenarbeit mit Thomas Müller (Amt für Tiefbau und Verkehr), Christof Helbling (Amt für Hochbau und Stadtplanung) und Markus Graf (Werkhof). Der Umstand, dass er lange als Gemeinderat wirkte, bevor er in den Stadtrat gewählt wurde, bringe ihm Verständnis für die Anliegen beider Seiten, sagt Stadtrat Elliker. Das sei in der Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat sicherlich von Vorteil. (ma)

Zuoberst steht für Elliker das kantonale Gesetz über Flur und Garten. «Daran halten wir uns.» Aber man habe durchaus gewissen Spielraum, wenn es zum Beispiel um eine ökologisch hochwertige Hecke oder eine Baumgruppe geht, die zu nah am Nachbargrundstück steht.

«Der Baumbesitzer könnte beim Nachbarn ja beispielsweise das Laub seines Baums zusammenlesen.»

Es bringe oft mehr, miteinander zu reden statt gegeneinander zu prozessieren, steht für Elliker fest.

«Unsere Türen sind offen für die Bevölkerung»

Auch im Miteinander von Stadt und Privaten will Elliker vermehrt auf das Gespräch setzen. «Unsere Türen sind offen für die Bevölkerung», sagt er. Werde in einer Sache der Rechtsweg beschritten, sei das einerseits mit Kosten verbunden und verzögere andererseits auch immer die Arbeit der Verwaltung. Wenn aber ein Entscheid nötig sei, werde er diesen fällen.

«Damit die Bevölkerung und vor allem meine Mitarbeiter wissen, woran sie sind.»

Ganz allgemein will Stadtrat Elliker, wie er sagt, nicht nur planen, sondern auch umsetzen, wenn die Zeit dafür reif ist.

«Biodiversität war schon bisher ein Thema bei der Stadt», sagt Elliker. Aber man könne die entsprechenden Anstrengungen noch ausbauen. Denn letztlich kämen diese Massnahmen allen zugute, die in Frauenfeld leben würden.

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