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747 Jungwacht-Buben und Blauring-Meitli aus der Innerschweiz besuchen bei Lustdorf die Zauberuni

23 Jungwacht- und Blauring-Scharen aus den Kantonen Uri und Schwyz führen bei Lustdorf ihr Kantonallager durch. Die Kinder und Jugendlichen treffen dabei auf den Zauberer Gladwenn.
Christine Luley
Innerschweizer Jungwächtler sitzen für einen Block Samariterkunde zusammen.Bild: Christine Luley

Innerschweizer Jungwächtler sitzen für einen Block Samariterkunde zusammen.Bild: Christine Luley

Derzeit feiern täglich 50'000 Hip-Hop-Fans auf der Grossen Allmend am Open Air Frauenfeld und feiern Party. Ein viel kleineres Open Air mit leiseren Tönen geht seit diesem Montag eine Woche lang in Lustdorf über die Bühne. 1400 Personen verbringen ihre Freizeit aktiv im Kantonallager (Kala) von Jungwacht/Blauring der Kantone Uri und Schwyz.

Hinter dem Anlass stecken unbezahlbare Stunden an Freiwilligenarbeit. Das OK unter der Leitung von David Heinzer hatte zweieinhalb Jahre alle Hände voll zu tun. Auch in den einzelnen Scharen liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Heinzer erinnert sich an das letzte Kala im Jahr 2008 im schaffhausischen Dörflingen:

«Es war cool, gemeinsam mit anderen Scharen etwas zu machen.»

Die neun OK-Mitglieder sind überzeugt: «Wir konnten als Kinder viel von den tollen Angeboten in den Lagern und Kursen profitieren, darum wollen wir dem Verband und den Jugendlichen etwas zurückgeben.»

Ein Zauberer will 
seine Kristalle zurück

Barbara Balta kommt aus Altdorf und ist im OK zuständig für PR. Die Polymechanikerin beginnt im November ein Studium an der Pädagogischen Hochschule Luzern. Ihre berufliche Neuausrichtung hat mit ihrer Erfahrung als Blauringleiterin zu tun. «Ab ad Zauberuni, da isch los», lautet das Motto des Kala. Die Teilnehmer wollen dem Zauberer Gladwenn helfen, die gestohlenen Kristalle wieder zu finden. «Sie lernen, in einer Gemeinschaft auf spielerische Art etwas aufzubauen und mit Menschen umzugehen», erklärt Balta. Sie begründet ihr Engagement:

«Die Freude der Kinder ist für mich der grösste Lohn.»

OK-Chef Heinzer sagt: «Die Platzsuche für ein Lager wird von Jahr zu Jahr schwieriger.» Man sei froh, in Lustdorf untergekommen zu sein und freue sich über die Unterstützung der Landwirte und der Bevölkerung.

23 Scharen sind vor Ort

Jungwacht Blauring, auch Jubla genannt, ist ein Schweizer Kinder- und Jugendverband. Die Organisation ist mit der katholischen Kirche verbunden, steht aber allen offen. Mädchen können im Blauring mitmachen, Knaben in der Jungwacht. Am Kantonallager in Lustdorf nehmen 23 Scharen mit 747 Kindern zwischen 9 und 15 Jahren aus den Kantonen Uri und Schwyz teil. Nebst den 535 Leiterinnen und Leitern arbeiten zahlreiche Helfer mit. Das Lagerareal ist 15 Hektaren gross. (clu)

Tagwache ist um halb acht. Nach dem Zmorge stehen vielfältige Angebote wie zum Beispiel Kartenkunde auf dem Programm. «Das muss man können», kommentiert ein junger Teilnehmer. Im Fach Pioniertechnik und Blachenkunde geht es darum, Biwaks aus Militärblachen aufzubauen.

Bei den Küssnachtern 
gibt’s Paella zum Zmittag

Der Lagerplatz der Küssnachter umfasst 48 Zelte. Alle 23 Scharen haben ihr eigenes Lager aufgeschlagen und kochen selbst.

Beim Eingang ins Esszelt der Jungwacht Blauring Küssnacht stehen auf Pfosten montierte Flaschen mit Desinfektionsmittel für die Handhygiene. In der Küche schnippelt die Kochmannschaft für 126 Kinder und 82 Leiter Gemüse. Pascal Suppiger kocht auf dem Gasherd Reis für eine Paella. Natürlich stellt der «Küsche» nebst dem mit Poulet und Meeresfrüchten zubereiteten Gericht auch eine Vegi-Variante her. Der ehemalige Jungwächtler ist heute Landmaschinenmechaniker und investiert seine Ferien ins Kala.

«Ich war 16 Jahre aktiv dabei und kenne heute noch viele.»

Das sagt er. Und in seiner Stimme klingt fast etwas wie Familiengefühl mit.

Am Abend wartet ein Höhepunkt: gemeinsam einen Film im Freien schauen. Eine Mutter hat fünf Leintücher zu einer Leinwand zusammengenäht, und fleissige Helfer haben die Stoffbahnen auf Holz gespannt. Dieses Open-Air-Kino wird man wohl später einmal zu den unvergesslichen Momenten des Lagers zählen.

www.kala19.ch

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