Amliker Jäger gehen mit zwei Drohnen auf Rehkitz-Rettung

Die Jagdgesellschaft Amlikon hat für die Rettung von Jungtieren im hohen Gras zwei Drohnen angeschafft. Sie suchen noch Freiwillige

Sabrina Bächi
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Ein Rehkitz, dass gerettet werden konnte.

Ein Rehkitz, dass gerettet werden konnte.

(Bild: Nadia Schärli)

Es half alles nichts. Das heisst, schon ein bisschen, aber richtig zufrieden waren die Jäger der Jagdgesellschaft Amlikon trotzdem nicht. Denn wenn es um die Rettung von Rehkitzen vor dem Mäher geht, ist jedes gerettete Tier wichtig. «Mit althergebrachten Methoden wie der sogenannten Verblendung konnten wir nie sicherstellen, dass keine Rehkitze mehr in der Wiese liegen», erklärt Sandro Wellauer von der Jagdgesellschaft.

Manche Jagdgesellschaften suchen die Jungtiere mittels Wärmekamera einer Drohne die Wiesen nach Rehkitzen ab. Diesem Beispiel folgend, haben sich die Amliker Jäger im vergangenen Herbst gleich zwei Drohnen angeschafft.

10'000 Franken für die Drohnen

«Rund 10000 Franken haben wir dafür ausgegeben», sagt Wellauer. Er und seine Jägerkollegen hoffen, dass sich die Landwirte bei ihnen melden.

«In den vergangenen Monaten haben wir alle Parzellen in unserem Gebiet erfasst und für die Drohnen vorbereitet. Der Landwirt muss uns nur die Parzellennummer sagen. Die Drohnen fliegen dann das Gelände automatisch anhand unserer erfassten Angaben ab.» Auch freiwillige Helfer, die mit einem Drohnenpilot unterwegs sind und die Rehkitze einsammeln, suchen die Jäger noch. «Wir hoffen, dass wir so viele Rehkitze retten können.»

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Jörg Rothweiler